Tobias Brandner auf «reformiert.info» zur Lage der Christinnen und Christen in China

Aus Anlass der Olympischen Spiele in Peking befragt «reformiert.» zwei Kenner Chinas. Einer von ihnen ist Tobias Brandner, Mitarbeiter von Mission 21. Er stellt fest, die Parteiführung gehe immer härter gegen Christ*innen vor und sagt: «Die Repression zeugt von einer tiefen Verunsicherung».

Tobias Brandner ist langjähriger internationaler Mitarbeiter von Mission 21 in Hongkong. Als Theologieprofessor an der Chinese University in Hongkong und als Gefängnisseelsorger hat er Einblick in verschiedene, sehr unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft.

Im Interview mit der Mitgliederzeitung «reformiert.» erklärt er zunächst seine Haltung, dass es nachvollziehbar sei, dass China den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele erhielt. Als Sportler würde er durchaus teilnehmen, aber versuchen, subtil Kritik an der chinesischen Führung zu üben. Ein Signal der Kritik, so Brandner, zeige «der internationalen Öffentlichkeit, dass die Menschenrechtsverletzungen in China nicht einfach hingenommen werden müssen.»

Härterer Kurs gegenüber Christinnen und Christen

Tobias Brandner beobachtet, dass sich die Zustände in China verschlechtert haben, seit Xi Jinping vor zehn Jahren an die Macht kam. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Menschenrechte und die Meinungsäusserungsfreiheit. Gerade gegen Christinnen und Christen habe die Repression zugenommen. Hinter dieser Repression verberge sich Verunsicherung und Angst des Regimes, christliche Gemeinschaften könnten dem Staat gegenüber illoyal sein.

Befragt wurde auch der Theologe Christoph Stückelberger, der in China an mehreren Universitäten lehrt. Er ist sich mit Brandner einig, dass die Repression in China zugenommen hat, gewichtet aber die Erfolge des chinesischen Staates im Kampf gegen Armut und Hunger im Land höher.

►Ganzes Interview auf reformiert.info lesen

►Ein Leben in Würde für alle Menschen» - Projektarbeit von Mission 21 in Hongkong