Webinar: Dialog International: Hoffnung auf dauerhaften Frieden im Südsudan

Der südsudanesische Friedensprozess gerät immer wieder ins Stocken. Am Internationalen Tag des Friedens diskutieren wir über die Gründe. Wo steht der Friedensprozess aktuell und gibt es eine Aussicht auf nachhaltigen Frieden? Warum gibt es trotz Friedensabkommen und Einheitsregierung nach wie vor bewaffnete Auseinandersetzungen und gravierende Menschenrechtsverletzungen? Was ist die Rolle der Kirche und der Zivilbevölkerung? Und wie fördert die Schweiz den Frieden in Südsudan?

Datum: Montag, 21. September 2020, 17.00 bis 18.30 Uhr

Ort: Online, auf Zoom

Anmeldelink:  Link zum Einloggen (Meeting-ID: 976 3503 2710, Kenncode: 457996)

Mit:

Father James Oyet Latansio ist Generalsekretär des Südsudanesischen Kirchenrates (SSCC). Er setzt sich leidenschaftlich für Frieden und Versöhnung ein. Der SSCC spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines nachhaltigen Friedens durch die Umsetzung des SSCC-Aktionsplans für Frieden, der von den südsudanesischen Kirchen getragen wird.

Rajab Mohandis, ist Exekutivdirektor der Organization for Responsive Governance (ORG) und Koordinator des Südsudanesischen Forums der Zivilgesellschaft. Er ist Mitunterzeichner des aktuellen Friedensabkommens und hat eine Beobachterfunktion in dessen Umsetzung.

Joane Holliger ist die Beraterin für menschliche Sicherheit der Schweiz im Südsudan. Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unterstützt im Südsudan im Rahmen seiner Friedensförderung den südsudanesischen Kirchenbund, die traditionellen lokalen Behörden, Jugendinitiativen und Programme für gute Regierungsführungen.

Moderation: Claudia Buess, Programmleiterin Bildungsveranstaltungen Team Bildung Austausch Forschung

Sprache: Englisch (ohne Übersetzung)

 

Hintergrund

Im Februar 2020 bildete sich im Südsudan eine Einheitsregierung, bestehend aus den verschiedenen Kriegsparteien, die 2018 das Friedensabkommen unterzeichnet hatten. Es war der dreizehnte Versuch in sechs Jahren, das Land zu befrieden. Viele Südsudanes*innen hofften auf eine stabile und sichere Zukunft. Für die Zivilbevölkerung ist der Preis des Bürgerkriegs, der fünf Jahre wütete, verheerend: gravierende Menschenrechtsverletzungen, etwa eine halbe Millionen Tote sowie knapp vier Millionen Flüchtlinge. Weit über sechs Millionen Menschen sind derzeit akut von Hungersnot betroffen, wie die UN in ihrem jüngsten Bericht festhält.

Mission 21 unterstützt das Friedensengagement ihrer Partnerkirche, der Presbyterianischen Kirche des Südsudan (PCOSS) sowie des Südsudanesischen Kirchenbunds (SSCC), der 2016 den "Aktionsplan für Frieden" lanciert hat.

Dialog International

Dialog International ist eine Veranstaltungsreihe von Mission 21, welche den Austausch über gesellschaftlich relevante Themen mit unseren Partnern weltweit zum Ziel hat.