Jacqueline Brunner
Jefe de equipo de asociaciones eclesiásticas
Tel. 061 260 23 37
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Número de proyecto: 840.1005
Weltweit sind Frauen und Mädchen besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Dadurch werden Ungleichheiten (re)produziert und verstärkt. Obwohl sie am stärksten betroffen sind, sind Frauen und Mädchen oft von Entscheidungsprozessen und Führungspositionen im Zusammenhang mit Klimaschutzmassnahmen ausgeschlossen. Es besteht ein dringender Bedarf an transformativen und gendergerechten Klimaschutzmassnahmen, die ökologische Herausforderungen angehen, aber auch die Rechte, Handlungsfähigkeit und Führungsrolle von Frauen und Mädchen fördern.
Im Jahr 2026 unterstützt Mission 21 gezielt Pilotprojekte, die einen gendertransformativen Ansatz zur Förderung von Klimagerechtigkeit einsetzen. Ziel ist es, dass Mission 21 und ihre Partnerorganisationen in der Programmarbeit die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigen. Und dass dies zu einem selbstverständlichen Aspekt des Einsatzes für mehr Gendergerechtigkeit wird.
Der Fonds für Gendergerechtigkeit vergibt finanzielle Mittel in die Programme und Partnerorganisationen für Pilotprojekte. So können diese rasch auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, die Geschlechterungleichheit verstärken können. Das Thema wird jährlich entsprechend den Bedürfnissen der Programme und Projekte neu definiert.
Weltweit hat mindestens jede dritte Frau Gewalt erfahren, ein Grossteil von ihnen sexualisierte Gewalt. Strukturelle Ungleichheiten erschweren die politische Partizipation und den Zugang zu Bildung, Einkommen und zur Gesundheitsversorgung. In vielen Ländern, in denen sich unsere Partner*innen für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen, werden Teilerfolge oft durch Backlash-Tendenzen wieder zunichtegemacht.
Für Mission 21 ist Gendergerechtigkeit ein Leitprinzip für alle Programme und Projekte. Mission 21 pflegt ein weltweites Frauen- und Gender-Netzwerk. Im Jahr 2026 vertieft der Fonds für Gendergerechtigkeit das Engagement in der Prävention von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt (SGBV) sowie die Förderung von Klimagerechtigkeit. Der Klimawandel verstärkt Risikofaktoren für sexualisierte Gewalt: Armut, wirtschaftliche Abhängigkeit, Krankheit und weitere. Die Projekte bieten umfassende Lösungen für die betroffenen Gemeinschaften, insbesondere für Frauen, und fördern deren Sicherheit, ökonomische Unabhängigkeit und die Möglichkeiten, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Ausserdem wird besonders darauf geachtet, Mädchen zu erreichen, die durch Behinderung besonders verletzlich sind.
Das Jugenddepartment des Evangelischen Kirchenbunds in Indonesien (Persekutuan Gerejagereja di Indonesia, PGI) befasst sich mit der Umweltzerstörung und mit Geschlechtsungleichheiten, und legt dabei den Fokus auf Jugendliche. Im Vordergrund stehen junge Frauen und Mädchen, mit und ohne Behinderung, aus ländlichen Gebieten. Sie werden oft von Führungsrollen und Entscheidungsprozessen bezüglich Klimaschutzmassnahmen ausgeschlossen. Der PGI organisiert ein partizipatives Jugendcamp, in dem sich junge Menschen durch digitale Interessenvertretung, kunstbasiertes Lernen und politische Dialoge für Klima- und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.
Das Projekt der Partnerorganisation FUWAVITA bewegt sich an der Schnittstelle von Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Rechten für Behinderte. Ziel ist es, Frauen und Mädchen zu Rechtsträgerinnen und Akteurinnen von Klimaresilienz zu machen und ihre Sichtbarkeit, Stimme und Beteiligung in jenen Entscheidungsprozessen zu stärken, die ihr Leben und ihre Umwelt beeinflussen.
Frauen und Mädchen mit verschiedenen Behinderungen (zum Beispiel mit Hör- und Sehbehinderungen oder Mobilitätseinschränkungen) werden als aktive Akteurinnen im Klimaschutz einbezogen. Der partizipative Ansatz baut auf ihren Erfahrungen auf und umfasst barrierefreie Schulungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Gewaltprävention, Rechten und Interessenvertretung sowie die Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen – etwa durch klimafreundliche Lebensmittelverarbeitung.
35.000 CHF
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