Lumumba Togho Mukong
Cameroon coordinator
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Cameroon lies at the crossroads between the English-speaking part of West Africa and French-speaking Central Africa. This is reflected in a rich cultural heritage marked by diverse influences.
Seit einiger Zeit führen verschiedene Faktoren in Kamerun zu zunehmender Instabilität im Land: Seit 2016 eskaliert in Kameruns Südwesten ein Konflikt, der aus der politischen Unterdrückung der englischsprachigen (anglophonen) Minderheit entstanden ist. Die Krise forderte bisher mehr als 3000 Tote und trieb über 700’000 Menschen in die Flucht. Zudem verübt die islamische Terrormiliz Boko Haram im Norden Angriffe und im Osten suchen Vertriebene aus dem Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik Schutz.
Seit 1982 regiert Paul Biya das Land. Er wurde im Oktober 2025 wiedergewählt und trotz erheblicher Zweifel am Wahlergebnis am 6. November 2025 als 92-Jähriger in Kameruns Hauptstadt Yaoundé für eine achte Amtsperiode als Präsident vereidigt. Mehrere Oppositionskandidaten legten beim Verfassungsrat Einsprüche wegen Unregelmässigkeiten ein, die allesamt abgewiesen wurden.
Mission 21 supports in particular the population in the English-speaking southwest of Cameroon with projects in the areas of education, health and theological education.
Um im Kontext der anglophonen Krise dringend benötigte Unterstützung zu leisten, hat Mission 21 bereits im Jahr 2018 ein Programm für humanitäre Hilfe lanciert, mit dem wir neben den regulären Projekten, gemeinsam mit zwei Kirchen und mehreren Nichtregierungsorganisationen, in der andauernden Krise Hilfe leisten können – immer mit dem Ziel, diese Unterstützung nachhaltig zu gestalten und die Begünstigten zu stärken, eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen.
The Cameroonian churches and local NGOs have great potential for containing the conflict and supporting the suffering people, as they are anchored and accepted in the population. Mission 21's humanitarian aid project uses this potential to build a comprehensive, sustainable humanitarian aid program, together with international organizations such as UN-OCHA.
â–º Background to the Anglophone crisis
Mission 21 ist überzeugt, dass eine fundierte Ausbildung in Theologie mithelfen kann, soziale Spannungen unterschiedlicher Natur zu überwinden. Im Vordergrund steht dabei ökumenische Offenheit unter Miteinbezug lokaler Traditionen. Die Bildungsprojekte tragen dazu bei, innerhalb des Landes eine friedliche Diskussion über unterschiedliche Werte zu gewährleisten. Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen und Glaubensfragen auseinander und können aktiv zur Lösung von Problemen beitragen.
Die staatlichen Gesundheitsstrukturen sind in Kamerun nur schwach ausgebaut. In den Projekten von Mission 21 und ihren Partnerorganisationen steht daher die medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten im Vordergrund. Auch die medizinische Basisversorgung in Vertriebenencamps gehört dazu. Ein weiterer Fokus liegt auf der Betreuung von Menschen die mit dem HI-Virus leben, sowie allgemeinen Aufklärungskampagnen zum Thema HIV und Aids.
Für die erfolgreiche und professionelle Erarbeitung und Umsetzung der Projekte sind verlässliche und lokal verankerte Partnerorganisationen von zentraler Bedeutung. Im Falle von Kamerun handelt es sich dabei um die „Presbyterianische Kirche in Kamerun“ (PCC), mit der Mission 21 bereits eine langjährige Beziehung pflegt, sowie um die „Protestant University of Central Africa“ (PUCA) und die Organisation „Aid International Christian Women of Vision“ (AI-ChrisWov). Für das Programm „Nothilfe und Wiederaufbau in Kamerun“ arbeitet Mission 21 zusätzlich mit der Baptistischen Kirche, diversen lokalen NGOs und der UN-OCHA zusammen (Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten). Die Unterstützung von Waisen wurde zudem ausgebaut durch die Weiterführung der Arbeit der Martin-Stucki-Stiftung.
Der stetige Austausch und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen stellen sicher, dass die Projekte den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entsprechen. Als Koordinator betreut seit 2016 Lumumba Mukong die Projekte in Kamerun. Er hat in England sein Studium in Agrarökonomie mit dem Master abgeschlossen und sammelte danach bei mehreren NGOs in Kamerun Arbeitserfahrung.
The cooperation of Mission 21 and its partner organizations aims to enable people in Cameroon to live in dignity and to provide concrete assistance, especially in the tense situation. Since the outbreak of the unrest, internally displaced persons have also been included in the activities in all priority areas.
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