Im Südsudan droht eine neue Eskalation der Gewalt

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Im Flüchtlingscamp Kakuma in Kenia ist die Lage ebenfalls prekär. Trinkwasser ist knapp, die Menschen warten stundenlang, bis die Wasserleitungen wieder angestellt werden und die Kanister gefüllt werden können. Foto: Mission 21.

Die Lage im Südsudan wird für die Bevölkerung immer bedrohlicher. Offenbar bereitet die Regierung einen Angriff auf bewaffnete Verbände der Opposition im Bundesstaat Jonglei vor. Zu befürchten sind damit noch mehr Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, noch mehr Vertriebene und noch mehr Hunger und Krankheiten.

Im Südsudan steht offenbar ein neuer Ausbruch von Kampfhandlungen bevor. Gemäss einer Meldung des Evangelischen Pressedienstes warnen UN-Expert*innen vor einem Angriff von Regierungstruppen auf bewaffnete Einheiten der Opposition im Bundesstaat Jonglei im Osten des Südsudans. Die Bevölkerung sei unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden, die betroffene Region zu verlassen.

Damit droht eine weitere Verschärfung der ohnehin schwierigen Lage für die Menschen im Südsudan. Der Einsatz zahlreicher internationaler Organisationen für die dringend benötigte humanitäre Nothilfe ist bereits heute eingeschränkt und wird durch weitere Kriegshandlungen noch mehr verunmöglicht. Mission 21 kann dank der Präsenz lokaler Partnerorganisationen weiter unterstützen.

Hunger, Armut und Krankheiten nehmen zu

Bereits der Krieg im nördlichen Nachbarland Sudan hat die Not im Südsudan dramatisch verschlechtert. Der Südsudan produziert keine eigenen Lebensmittel, die Menschen leben grösstenteils von Subsistenzwirtschaft und von Importgütern aus dem Sudan. Wegen des Krieges sind Lebensmittel noch teurer und schwerer erhältlich geworden.

Hunderttausende Geflüchtete aus dem Sudan sowie zurückkehrende Südsudanes*innen verschärfen die Ressourcenknappheit. Fehlende Sicherheit, kaum medizinische Versorgung, Mangel an Lebensmitteln und Medikamente prägen den Alltag.

«Wir haben die humanitäre Nothilfe fest verankert in unserer Arbeit und versuchen so gut wie möglich, die Menschen zu unterstützen.»

Dorina Waldmeyer, Programmverantwortliche Südsudan

Dorina Waldmeyer ist Programmverantwortliche Südsudan von Mission 21 und besucht gegenwärtig im Nachbarland Kenia Südsudanes*innen im Flüchtlingscamp Kakuma. Sie berichtet über die Lage: «Sauberes Trinkwasser ist sehr knapp – im Südsudan, aber auch hier im Flüchtlingscamp. Darum breiten sich Krankheiten wie Cholera und sogar das gefährliche Marburg-Virus immer weiter aus. Kinder, Frauen und alte Menschen leiden. Besonders betroffen sind die Kinder. Sie sind oft mangelernährt und leiden an Durchfallerkrankungen – und gerade dies ist hier tragischerweise eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern.»

Die Not ist immens. Gerade in dieser dramatischen Situation sind wir mit humanitärer Hilfe vor Ort, versuchen so gut wie möglich, die Menschen zu unterstützen – und benötigen insbesondere dafür dringend Spenden.

Hier können Sie für Nothilfe im Südsudan spenden

Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

Mission 21
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