Gemeinsam gegen Gewalt

Kampagnenzeitraum: 6. September bis 1. Advent 2026

Gemeinsam stark: Zum Internationalen Tag der Frau am 8. März

Rights. Justice. Action: Unter diesem Motto der UN Women setzt sich Mission 21 auch dieses Jahr gemeinsam mit Partnerorganisationen für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. Mit unseren Projekten stärken wir Betroffene geschlechtsbezogener Gewalt, sensibilisieren gegen frauenfeindliche Normen und fördern Gleichberechtigung auf allen Ebenen: wirtschaftlich, sozial, rechtlich.

Zum Beispiel in Indonesien – Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Kinder sind weit verbreitet. Mit der Errichtung von Anlaufstellen, der Zusammenarbeit mit Behörden und der Betreuung von Betroffenen setzt sich unser Projekt für die Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt ein.

Auch Männer sind dabei involviert: Sie spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zu Geschlechtergerechtigkeit. Stereotype Vorstellungen, was Männlichkeit bedeutet, werden beleuchtet und umgedeutet. Das vereinte Engagement von Frau und Mann, Buben und Mädchen ist zentral für die Erreichung von Gleichstellung.

Darüber hinaus setzt Mission 21 mit ihren Partnerorganisationen verschiedene Aktivitäten um: Bildungsangebote, Sensibilisierungskampagnen und den Zugang zu rechtlicher Beratung. Frauen und Mädchen erhalten Räume, in denen sie sich austauschen, stärken und ihre Rechte einfordern können. Durch langfristige Partnerschaften und partizipative Ansätze entsteht nachhaltige Veränderung – Schritt für Schritt hin zu einer gerechteren Gesellschaft für alle.

«Einstehen für Menschenrechte: Gewaltbetroffene stärken, Selbstbestimmung fördern»

Frauen und Mädchen sind weltweit von Geschlechterungleichheit und sexualisierter, häuslicher oder struktureller Gewalt betroffen. Die Folgen sind nicht nur für die individuell Betroffenen schwerwiegend, sie wirken sich auch auf Bildung, Wirtschaft und politische Mitsprache aus. Mission 21 unterstützt weltweit Partnerorganisationen, die Gewaltbetroffene darin stärken, ihre Stimme zu erheben und für ihre Rechte zu kämpfen.

Die Kampagne 2026 rückt Projekte zur Gewaltprävention sowie für Akutversorgung und Selbstbestimmung in Peru, Bolivien und Indonesien in den Fokus.

Tagtäglich erfahren Frauen, Mädchen und LGBTQIA+-Mitglieder in allen Regionen der Welt Unterdrückung, Diskriminierung und Gewalt. In patriarchal geprägten Gesellschaften braucht es darum solidarische Unterstützung und strukturelle Veränderung, um mehr Schutz und Rechte für die Betroffenen einzubringen.

In Indonesien beispielsweise werden jährlich rund 1,2 Millionen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet, häufig gegen ihren Willen. In Hongkong sind mehr als 40 Prozent der 350’000 ausländischen Hausangestellten indonesischer Herkunft – viele von ihnen berichten von Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen durch ihre Arbeitgeber.

Auch in Peru oder Bolivien steigt die Zahl von Femiziden, sexueller Ausbeutung und gewaltsamem und staatlich gebilligtem Verschwindenlassen erschreckend stark an. In Peru gab es allein 2024 über 140’000 registrierte Verstösse von Gewalt gegen Frauen. 29’000 davon waren sexualisierte Gewalt – das entspricht jeder fünften registrierten Frau. In Bolivien wurden 2023 mehr als 11’000 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe registriert. Die Rechtsprechung antwortet jedoch nicht angemessen darauf; auch in Peru führen nur zehn Prozent der Anzeigen zu einer Verurteilung. Die Rechte von Frauen, Kindern und LGBTQIA+-Personen werden mehrfach missachtet, wenn sie zusätzlich durch Armut, Behinderung oder Rassismus benachteiligt werden, sich auf der Flucht befinden oder Migrant*innen sind.

Menschen weltweit stehen ein für ein Ende der Gewalt – für Gerechtigkeit, Schutz und Menschenwürde. Mission 21 solidarisiert sich mit ihnen: Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Indonesien, Malaysia und Hongkong sowie engagierten feministischen Netzwerken in Peru und Bolivien fördern wir Projekte, die Frauen und Mädchen stärken durch rechtliche Hilfe, Bildungsangebote, Schutzräume, Präventionsarbeit und Sensibilisierung von Männern – in Schulen, Dörfern und religiösen Gemeinschaften.

2026 setzen wir in unserer Kampagne auf Selbstbestimmung und Zivilcourage – und darauf, die Stimmen derer hörbar zu machen, die immer wieder überhört werden. Unterstützen Sie unsere Vision einer geschlechtergerechten Welt frei von Gewalt.

Die Kampagne dauert vom 6. September bis zum 1. Advent 2026.

Informationen, Mitmachmöglichkeiten sowie Materialien werden ab Ende März zur Verfügung stehen.

Vertiefte Beschäftigung mit einem möglichen Engagement für die Kampagne bietet am 23. April die Plattform Weltsicht, organisiert durch die Kantonalkirchen Bern-Jura-Solothurn. Die Plattform Weltsicht zeigt anhand unserer Kampagne Möglichkeiten für Interessierte auf, die Arbeit von Kirchgemeinden mit Themen von globaler Bedeutung zu verbinden.

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Hier findest du Hilfe

Sexualisierte Gewalt kann Frauen und Kinder -und auch Menschen in deren Umfeld- tief verunsichern. Es gibt in der Schweiz Angebote, die vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym unterstützen – telefonisch, online oder persönlich.

Soforthilfe

Wenn du akut in Gefahr bist oder sofort Hilfe vor Ort brauchst: Polizei 117.

Du musst keinen Nachweis darüber erbringen, dass etwas passiert ist. Es reicht, wenn du mitteilst, dass du Unterstützung benötigst.

Nicht dringend, aber du möchtest Orientierung? Starte hier: Kantonale Opferhilfe-Stellen finden

Was dich erwartet

  • Du entscheidest, wie viel du erzählen möchtest.
  • Beratung kann anonym und kostenlos sein (je nach Angebot).
  • Du bekommst Hilfe bei nächsten Schritten – medizinisch, rechtlich, psychosozial.
  • Auch Angehörige und Bezugspersonen können Beratung erhalten.

Wenn du unsicher bist, welche Stelle passt: Nimm eine der Soforthilfen oben – sie leiten dich weiter.

Ich bin betroffen

Wähle eine Beratungsstelle (Telefon/Chat) – du musst das nicht allein tragen.

Ich unterstütze jemanden

Du kannst begleiten, zuhören und gemeinsam Hilfe kontaktieren – ohne Druck.

Es betrifft den Arbeitsplatz

Infos & Anlaufstellen zu sexueller Belästigung im Berufsleben.

Beratung & Anlaufstellen in der Schweiz

International (auch aus der Schweiz): 116 006 (Opfer von Verbrechen) und 116 016 (Gewalt gegen Frauen). Info zu 116 006

Diskrete Hilfe im Alltag

„Frag nach Luisa“ (Bars & Clubs)

In teilnehmenden Betrieben kannst du beim Personal nach „Luisa“ fragen. Das ist ein Codewort, um Unterstützung zu bekommen (z. B. Begleitung, Taxi organisieren, sicherer Raum).

Beispiel/Info (Schweiz): Luisa ist hier – Opferhilfe beider Basel

Handzeichen für Hilfe
  1. Hand heben, Handfläche nach vorne, Daumen abgespreizt.
  2. Daumen in die Handfläche klappen.
  3. Restliche Finger darüberlegen, als würdest du den Daumen einschliessen.

Quelle: aha.li – Notfallhandzeichen

Wenn du jemanden unterstützen willst
  • Zuhören, ernst nehmen, nicht drängen.
  • Fragen: „Was brauchst du jetzt?“
  • Anbieten, gemeinsam eine Stelle zu kontaktieren (Telefon oder Chat).
  • Tempo und Entscheidungen der betroffenen Person respektieren.

Hinweis: Diese Seite ersetzt keine medizinische oder juristische Beratung. In akuten Notfällen: 117.

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