Einladung zur gerechten Sprache
Gerechte Sprache ist für Mission 21 mehr als Stil oder Grammatik: Sprache prägt Wahrnehmung und schafft Wirklichkeit. Sie kann Teilhabe ermöglichen oder Ausgrenzung verstärken. Dieser Leitfaden ist unser praxisnahes Arbeitstool für gendergerechte und inklusive Kommunikation. Er zeigt auf, wie dekoloniale und antirassistische Sprache aussehen kann. Der Leitfaden versteht sich als Einladung, Sprache bewusst und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
KOMPASS DER GERECHTEN SPRACHE
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Warum publiziert Mission 21 zu gerechter Sprache?
Mission 21 ist aus einer Missionstätigkeit hervorgegangen, die auch mit kolonialen Systemen und Vorstellungen verflochten war. Gerade deshalb sehen wir unsere Geschichte nicht als Hindernis, sondern als Ausgangspunkt und Ressource für selbstkritisches Lernen und Dekolonialisierung.
Sprache spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie kann Identität und Dialog stärken oder Machtverhältnisse und Hierarchien reproduzieren. Gerechte Sprache ist für uns ein langfristiger, reflexiver Prozess, der Fehler, Unsicherheiten und Weiterlernen ausdrücklich mitdenkt.
Für wen ist der Leitfaden?
Der Leitfaden richtet sich an Organisationen und Menschen, die kommunizieren und Verantwortung dafür übernehmen wollen, wie sie über Menschen, Gesellschaften und globale Zusammenhänge sprechen und schreiben. Insbesondere sind dies:
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zivilgesellschaftliche Organisationen
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Bildungseinrichtungen
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Kirchgemeinden
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Medien
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an gerechter Kommunikation Interessierte
Ihre Ansprechperson rund um den Leitfaden für gerechte Sprache
Dr. Barbara Heer, Leiterin Stabsstelle Frauen & Gender
Barbara Heer ist promovierte Ethnologin, engagiert sich politisch für Gendergerechtigkeit im Kanton Basel-Stadt und prägte die Entwicklung des Leitfadens für gerechte Sprache entscheidend mit. ► E-Mail
Intersektionaler Ansatz
Gerechte Sprache wird umfassend gedacht: gendergerecht, inklusiv und antirassistisch. Verschiedene Dimensionen von Diskriminierung und Privileg werden zusammen betrachtet.
Dekoloniale Perspektive
Sprache wird im Kontext historischer und gegenwärtiger Machtverhältnisse reflektiert. Der Leitfaden lädt ein, kolonial geprägte Begriffe und Denkmuster zu hinterfragen.
Praxisorientierter Kompass
Der „Kompass der gerechten Sprache“ mit zehn Orientierungspunkten bietet eine konkrete Lernhilfe und eine Checkliste für das Verfassen und Überarbeiten von Texten.
Konkrete Hilfestellungen
Strategien, Formulierungsbeispiele und ein Glossar unterstützen bei sprachlichen Unsicherheiten und fördern eine konstruktive Fehlerkultur.
Einladung zur Reflexion
Der Leitfaden bietet die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und Reflexion zu ermöglichen. Gerechte Sprache verstehen wir als kontinuierlichen Prozess – mit Offenheit für Weiterentwicklung.