Jahresrückblick 2025 – Engagement, das Hoffnung schafft 

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Jahresrückblick 2025

Das Jahr 2025 hat erneut deutlich gemacht, wie verletzlich Lebensrealitäten weltweit sind – und wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Zusammen mit unseren Partnerorganisationen haben wir Einzelpersonen und Gemeinschaften begleitet, die sich mit Mut und Ausdauer für ihre Rechte, ihre Umwelt und ihre Zukunft einsetzen. Dieser Rückblick zeigt die Herausforderungen, aber vor allem auch die positive Wirkung unserer Arbeit, wenn Vertrauen, lokales Wissen und Solidarität zusammenkommen.

Peru 

2025 war ein Meilenstein für den Umwelt- und Frauenrechtsschutz in Peru: Der Titicacasee wurde offiziell als Rechtsträger anerkannt. Für die Menschen vor Ort ist der See als «Mamacota» – Mutter Wasser – Lebensgrundlage und spirituelles Wesen zugleich. Die Anerkennung stärkt den Schutz des Sees, aber auch die aktive Rolle der indigenen Frauen  in der regionalen Umweltgouvernanz. 

Ergänzend zur Projektarbeit organisierten wir binationalen Austausch, Workshops zu internationalen Vorbildern sowie rechtliche Beratung für das Frauennetzwerk. Die Arbeit der Frauen fand auch international Beachtung, unter anderem in einer Reportage in El País. Weitere Einblicke bieten unser Podcast «Die Verteidigerinnen des Titicacasees – Stimmen der Hoffnung» und die Dokumentarfilmreihe «Lateinamerika»

Kamerun 

Die politische Lage in Kamerun blieb 2025 angespannt. Präsident Paul Biya wurde erneut im Amt bestätigt, die politische Zukunft bleibt ungewiss. Umso wichtiger ist die Stabilität unserer Arbeit: Die humanitäre Hilfe verfügt über ein gesichertes Budget und ermöglicht verlässliche Unterstützung. 

Mit dem Start der Alliance 23 wurde eine neue Dachorganisation für kleinere Partnerorganisationen gegründet, die ihre Koordinationsarbeit schrittweise aufnimmt. Erfolgreich umgesetzt wurde zudem die Exit-Strategie bei PresNuS: Das Ausbildungszentrum für Pflegepersonal ist nun vollständig in lokaler Verantwortung . Ein bewilligter Antrag bei UMCOR («Global Ministries and the United Methodist Committee on Relief») stärkt zusätzlich die Handlungsfähigkeit vor Ort. 

Nigeria 

In Nigeria prägten anhaltende Gewalt und Unsicherheit auch 2025 den Alltag vieler Menschen. Unsere Programme sind deshalb wichtiger denn je. Die Zusammenarbeit im Netzwerk des Koordinationsbüros ermöglicht eine gut abgestimmte Projektarbeit. 

In der Friedensförderung legten wir den Fokus verstärkt auf gemeinschaftliches Engagement – etwa durch lokale Dialogformate. Im Bereich geschlechtsspezifischer Gewalt setzten partizipatives Community-Theater und Unterstützungsgruppen wichtige Impulse. Ein starkes Zeichen war zudem der erfolgreiche Abschluss des ersten Ausbildungsjahrgangs für Binnenvertriebene am neuen Standort in Yola. 

Südsudan und Kontinentalprogramm Afrika 

Unsere Arbeit im Südsudan stand 2025 im Zeichen von Partnerschaften, Frauengesundheit und humanitärer Hilfe. Ein Partnerworkshop mit Südsudan- und Kontinentalpartnern stärkte die Zusammenarbeit. Eine neue Studie zur Frauengesundheit schafft erstmals eine fundierte Datengrundlage für die Behandlung von Krebs in der Region.  

Mit der Eröffnung des «Peace of her mind Center» in Juba entstand ein wichtiger Ort für psychosoziale Unterstützung und Einkommensmöglichkeiten für Frauen. Die Graduation des sechsten Hebammenjahrgangs stärkt die Gesundheitsversorgung nachhaltig. Zusätzlich wurden rund 250’000 CHF humanitäre Hilfe investiert – ein Engagement, das 2026 fortgeführt wird. International brachte die Teilnahme an der PROCMURA-Konferenz im Vatikan wertvolle Impulse für Friedensarbeit.

Tansania

Die Wochen nach den Wahlen im Oktober sind eine Zäsur in der Geschichte Tansanias: Die Regierung reagierte mit massiver Gewalt auf die landesweiten Proteste der Bevölkerung, die freie und faire Wahlen und eine Überarbeitung der veralteten Verfassung forderten. Mehrere Tausend Menschen wurden von Polizei und Militär ermordet, viele Menschen konnten ihre Angehörigen nicht begraben. Zwei Klagen gegen die Regierung vor internationalen Gerichten sind hängig.

Die Kirchen als wichtige Akteure der Gesellschaft haben klare Worte gefunden. Auch die Moravian Church in Tansania, die Partnerorganisation von Mission 21 bekräftigte die Forderungen der Bevölkerung und rief dazu auf, die Konflikte friedlich zu lösen.

Trotz der politischen Herausforderungen konnte die Projektarbeit wie geplant umgesetzt werden: Dank der breiten Verankerung in der Bevölkerung wurden Menschen erreicht, die oft gehindert werden, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, seien dies Kinder aus finanziell schwachen Familien, Frauen von Minderheiten wie die Sukuma oder Massai, oder Menschen mit einer körperlichen Behinderung. Durch Stipendien, Spargruppen und einkommensgenerierenden Massnahmen können diese Menschen aktiv ihre Zukunft gestalten.

Asien

2025 war für das Asienprogramm ein Jahr der Vernetzung, Innovation und Sichtbarkeit. Mit dem Workshop zu Good Governance und Disaster Risk Reduction in Kalimantan stärkten wir lokale Strukturen für Umwelt- und Krisenmanagement – eröffnet von einem Regierungsvertreter und getragen von Partnern aus der ganzen Region.

Mit MOSAIC 21 startete ein neues Magazin, das Friedensinitiativen sichtbar macht und den Austausch fördert.

In Sabah zeigten Frauengruppen beeindruckende Eigeninitiative: Sie entwickelten ihre Handwerksprodukte weiter, erschlossen neue Märkte und erreichten mit der Lieferung für die ASEAN-Konferenz internationale Sichtbarkeit. Diese Erfolge zeigen, wie Vernetzung und Ownership Perspektiven verändern.

Die Erfahrungen aus 2025 zeigen: Veränderung beginnt dort, wo Menschen gehört werden, und wächst, wenn wir diesen Weg gemeinsam weitergehen. Diese Arbeit setzen wir 2026 gemeinsam fort, mit Zuversicht, Verantwortung und dem Blick nach vorn.

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