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GKE, Evangelisch-Reformierte Kirche in Kalimantan
Die evangelisch-reformierte Kirche in Kalimantan (GKE) ist aktiv in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Frauenförderung und Existenzsicherung. Sie bietet rechtliche Unterstützung für die Sicherung von Landrechten und arbeitet interreligiös mit muslimischen Organisationen zusammen. Mission 21 unterstützt zahlreiche Projekte der GKE wie die Einkommensförderung für Frauen, Ausbildungsstipendien für junge Erwachsene aus armutsbetroffenen Familien, die Sensibilisierung und Begleitung zu Gewalt in der Partnerschaft und die interreligiöse Zusammenarbeit. Ausserdem fördert Mission 21 die theologische Aus- und Weiterbildung und die Umsetzung einer kontextuellen Theologie am Theologischen Seminar in Banjarmasin. Von 2014 bis anfangs 2019 unterrichtete dort Uwe Hummel, Ökumenischer Mitarbeiter von Mission 21, als Dozent für Theologie. Im Rahmen des Friedensprogramms von Mission 21 in Indonesien werden ebenfalls einige Projekte der GKE und der theologischen Hochschule Sekola Tinggi Teologi (STT) finanziert. Zudem erhalten die Programme der Frauenkommission der GKE besondere Unterstützung.
Die Beziehungen mit der GKE reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, seit den 1960er Jahren ist Mission 21 (damals noch als Basler Mission) zunehmend an den Kooperationsprojekten der Kirche beteiligt. Neben ihren pastoraltheologischen Aufgaben ist die GKE vor allem in den Bereichen Gemeindeaufbau, Gesundheitsdienst und Erziehungswesen inklusive Handwerksausbildung, Landwirtschaft sowie in der Frauenförderung tätig. Sie sucht dabei die Zusammenarbeit mit der indonesischen Regierung. 1963 hatte die GKE-Kirchenleitung zusammen mit der Basler Mission beschlossen, am zentral gelegenen und durch den Fluss gut zugänglichen Ort Mandomai ein technisches Ausbildungszentrum für Schreinerei und Holzverarbeitung zu errichten. 1967 erfolgte die Eröffnung als Schulbetrieb und 1980 gliederte sich ein Produktionsbetrieb an. . Der GKE gehören über tausend Gemeinden Kalimantans an, die Mehrheit davon in abgelegenen ländlichen Gebieten, betreut von 650 Pfarrer*innen. Die Mehrheit der 330‘000 Mitglieder gehört der ethnischen Gruppe der Dayak an. Es gibt einige urbane Zentren wie Palangka Raya und Banjarmasin, die meisten Kirchenmitglieder leben jedoch auf dem Land, wo Landwirtschaft die Hauptbeschäftigung ist. Mit den Projekten zu Landwirtschaft, Holzverarbeitung und fairem Handel mit Kunsthandwerk versucht die GKE die jungen Leute auf ein Arbeitsleben in einer sich schnell verändernden Gesellschaft vorzubereiten und so zur Verbesserung der Lebensqualität ihrer Gemeinschaft beizutragen. Die Mehrheit der 330‘000 Mitglieder gehört der ethnischen Gruppe der Dayak an.


