Spenden 2022: Grosse Solidarität und grosse Unterschiede

Eine Hebamme betreut eine junge Mutter

Die Hebammenschule für den Südsudan fand auch 2022 grossen Zuspruch. Foto: Silvano Yokwe/Mission 21

Der Krieg in der Ukraine hatte 2022 grossen Einfluss auf Spenden in der Schweiz. Werke, die für Betroffene des Kriegs sammeln, erzielten Rekordbeträge. Das zeigt ein Beitrag auf ref.ch. Mission 21, das Projekte in anderen Krisengebieten unterstützt, verzeichnete einen Spendenrückgang.

Die Solidarität und Spendenbereitschaft in der Schweiz ist hoch. Gemäss einem Beitrag auf dem Internetportal ref.ch kamen in der Schweiz im vergangenen Jahr Rekordsummen zusammen, um Benachteiligte zu unterstützen. Die drei grossen Werke Caritas, Heks und Schweizerisches Rotes Kreuz sammelten 2022 insgesamt fast 160 Millionen Franken. Alle drei Werke unterstützen Projekte in Bezug auf die Ukraine. Bei der Caritas gingen zum Beispiel mehr als die Hälfte der Spenden zugunsten dieser Projekte ein.

Mission 21 unterhält keine Projekte in der Ukraine und ist in der Schweiz auch nicht in der Flüchtlingsarbeit tätig. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Zuwendungen im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent auf 11,3 Millionen Franken zurückgingen. Im Beitrag auf ref.ch kommen wir noch mit einem anderen Sachverhalt zur Sprache: Der stete Rückgang der Kirchenmitglieder führt zu tieferen Einnahmen der Kirchensteuern und somit tieferen Beiträgen der Kantonalkirchen.

Höhere Beiträge und Kollekten aus Kirchgemeinden

Was im Beitrag auf ref.ch nicht erwähnt wird, sind zunehmendes Interesse und Spendenbereitschaft für die Projekte von Mission 21 in Kirchgemeinden. Sei es die Unterstützung für eine Basis-Gesundheitsversorgung in Tansania, die Hilfe für gewaltbetroffene Frauen in Asien oder den Ausbau der dringend benötigten Hebammenschule im Südsudan: Kirchgemeinden spendeten letztes Jahr mehr als 3,6 Millionen für Benachteiligte, die in den Projekten von Mission 21 Hilfe erfahren. Die Unterstützung durch Kirchgemeinden stieg damit um fünf Prozent. Von Basargruppen wurden sogar zehn Prozent mehr Spenden gesammelt.

Wir freuen uns über diese grosse Solidarität in den Kirchgemeinden für Menschen in Krisenregionen, die teilweise abseits des medialen Interesses stehen. Wir werden beharrlich weiter tätig sein, um auch diesen vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu helfen, ein Leben in Würde zu führen.

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