Adrienne Sweetman
Koordinatorin Tansania
Kinder ohne Eltern gehören zu den schwächsten Gliedern der tansanischen Gesellschaft. Durch die Folgen von HIV und Aids wachsen schätzungsweise eine Million Kinder ohne ihre Eltern auf. Sie werden oft ausgegrenzt und können nur selten weiterführende Schulen besuchen. Die tansanischen Partnerkirchen von Mission 21, die Südprovinz und die Südwestprovinz der Moravian Church in Tanzania, kümmern sich darum, dass die Grundbedürfnisse von Kindern ohne Eltern erfüllt werden und sie Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung erhalten. So können sie einen Weg aus Armut und Abhängigkeit finden.
HIV und Aids sind in Tansania stark verbreitet. Rund 4,6 Prozent der Erwachsenen leben mit HIV. 72‘000 Menschen infizieren sich jedes Jahr landesweit neu, 24‘000 Menschen sterben jährlich an den Folgen von HIV. In diesem Zusammenhang wachsen schätzungsweise eine Million tansanische Kinder ohne ihre Eltern auf. In der Projektregion Mbeya ist die Zahl der Infektionen in der Relation etwa doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt.
Die Kinder finden sich oft in einer prekären Situation wieder und erleben Stigmatisierung und Diskriminierung. Sie werden meist von Verwandten betreut. Die Pflegefamilien sind häufig überfordert und können kaum für die Kinder sorgen, die oft unter Mangelernährung leiden. Schulbildung bleibt Kindern ohne Eltern oft verwehrt. Viele sind traumatisiert, einige selbst HIV-positiv.
Die Partnerkirchen von Mission 21 in Tansania fördern Kinder ohne Eltern in der Stadt Mbeya sowie in der ländlichen Umgebung von Rungweund Isoko. Neben psychosozialer Unterstützung erhalten die Kinder und Jugendlichen Zugang zu medizinischer Versorgung und Schul- oder Berufsbildung. Die Pflegefamilien werden für die besonderen Bedürfnisse der Kinder ohne Eltern sensibilisiert. Ausserdem lernen sie, durch landwirtschaftliche Projekte ihr Einkommen zu erhöhen.
Aktuell sind die folgenden Aktivitäten vorgesehen:
Die Waisenkinderarbeit in Tansania hat sich regional stark ausgeweitet. Seit vielen Jahren etabliert ist die Arbeit in Rungwe und Mbeya. Hinzugekommen sind Projekte in Chunya und Ilindi. So gelingt es auch in sehr abgelegenen Distrikten, verlässliche Strukturen aufzubauen, um Kinder ohne Eltern nachhaltig zu begleiten und zu fördern. 2025 erhielten über 400 besonders schutzbedürftige Kinder Zugang zu schulischer Bildung oder sie konnten eine Berufsausbildung absolvieren.
Die Ergebnisse sind sehr erfreulich. Viele Kinder ohne Eltern in den Sekundarschulen haben überdurchschnittlich gute Zeugnisse, einige konnten ein Universitätsstudium beginnen oder abschliessen und viele arbeiten inzwischen dank der Berufsausbildung selbstständig in Handwerksberufen. All das trägt dazu bei, dass die Kinder und jungen Erwachsenen ihr Leben nachhaltig verbessern können. Eine grosse Rolle spielt die Begleitung der Pflegefamilien und des Schulpersonals. Eine psychosoziale Betreuung der Kinder und ihrer Bezugspersonen ist wichtig, damit die Kinder in einem sicheren Umfeld lernen können.

CHF 98’000
Mission 21
Evangelisches Missionswerk Basel
Postfach 270
Missionsstrasse 21
4009 Basel, Schweiz
Tel.: +41 (0)61 260 21 20
info@mission-21.org
Spendenkonto Schweiz:
IBAN: CH58 0900 0000 4072 6233 2
Steuerbefreiungsnummer:
CHE-105.706.527
Spendenkonto Deutschland:
Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
Swift-BIC: SKLODE66
BLZ: 683 500 48
IBAN: DE39 6835 0048 0001 0323 33
Konto Nr. : 1032333