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    Afrika, Südsudan, Bildung

    Hebammenschule: Leben für Mütter und Kinder

    Projektnummer: 179.1022

    Die Kinder- und Müttersterblichkeit im Südsudan ist extrem hoch. Im Land herrschte über Jahre Bürgerkrieg, Mütter und Kinder erhalten keine oder nur sehr geringe Unterstützung. Vor diesem Hintergrund ist die Hebammenschule unserer Partnerorganisation PRDA (Presbyterian Relief and Development Agency) zentral. Die Absolventinnen sind fachlich gut ausgebildet. Die angehenden Hebammen werden in Geburtshilfe, Anatomie und Physiologie unterrichtet, dazu in Englisch, Mathematik und Erster Hilfe. In jährlichen Praktika in einem Spital wenden die Schülerinnen ihr Wissen in der Praxis an.

    Hintergrundinformationen

    Laut UNICEF sterben im Südsudan 62 von 1000 Babys in ihrem ersten Lebensjahr. Zum Vergleich: In der Schweiz sterben vier von 1000 Kindern im ersten Lebensjahr (2018).

    Der Bedarf nach ausgebildeten Hebammen ist gross. Die Hebammenschule unserer Partnerorganisation PRDA wurde 2005 in der Stadt Leer gegründet. Im Frühjahr 2015 wurde die Schule wegen des Bürgerkriegs von Leer nach Nordkenia umgesiedelt. Im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung werden dort qualifizierte Hebammen geschult, die Frauen während der Schwangerschaft und Geburt begleiten, Problemen vorbeugen und Komplikationen behandeln.

    Ganz grundsätzlich besteht im Südsudan die Nachfrage nach Ausbildungen im Gesundheitsbereich. Wichtig sind auch Präventionsaktivitäten, unter anderem Impfungen, um die Verbreitung von Krankheiten zu verringern. Die ausgebildeten Hebammen informieren Frauen zum Thema der reproduktiven Gesundheit.

    Projektziele

    Durch das Projekt werden professionelle Hebammen ausgebildet. Sie betreuen Frauen in der Schwangerschaft sowie während und nach der Geburt und ermöglichen den Neugeborenen einen guten Einstieg ins Leben.

    Das Projekt hat zum übergeordneten Ziel, Mütter und Kinder zu unterstützen. Die ausgebildeten Hebammen versorgen Frauen im gebärfähigen Alter mit Wissen betreffend Hygiene sowie in Fragen der reproduktiven Gesundheit und Familienplanung. Gleichzeitig haben Frauen und Säuglinge einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung.

    Zielgruppe

    Das Projekt kommt der breiten Bevölkerung im Südsudan zugute, da die ausgebildeten Hebammen wenn möglich an ihren Herkunftsort zurückkehren und dort ihre Tätigkeit ausüben. Andere arbeiten im Flüchtlingslager, wo ebenfalls ein grosser Bedarf an ausgebildeten Hebammen besteht. Die Presbyterianische Kirche hat Hebammenschülerinnen verschiedener Ethnien aus verschiedenen Regionen des Südsudans aufgenommen.

    Aktivitäten

    • Theoretische und praktische Ausbildung von Frauen zu staatlich anerkannten Hebammen
    • In der praktischen Ausbildungszeit werden Impfkampagnen für Kleinkinder durchgeführt und werdende Mütter sowie Mütter im Wochenbett begleitet. Die Hebammen betreuen während der Ausbildung mindestens 50 Geburten.
    • Anschaffung von Lehrmaterialien und Arbeitskleidung
    • Wohnen und Verpflegung für die Schülerinnen und das Lehrpersonal
    • Aufbau eines Alumni-Netzwerkes

    Projektfortschritt

    Seit der Gründung haben 99 Frauen die Ausbildung zur Hebamme erfolgreich durchlaufen. Im Juli 2019 haben 21 Studentinnen die Hebammenschule abgeschlossen. Neben dem Unterricht erhielten sie psychosoziale Unterstützung, um zu verarbeiten, was sie während des Krieges im Südsudan erlebt haben und um traumatisierte Frauen während der Geburt gut begleiten zu können.

    Zum Start der neuen, dreijährigen Ausbildungsphase begrüsste die Hebammenschule 33 motivierte Frauen unterschiedlicher Herkunft. Ein neu eingerichtetes Alumni Netzwerk bringt die Ehemaligen seit 2020 virtuell zusammen. Dieser Austausch soll vor allem den neuen Abgängerinnen eine Unterstützung sein. Geplant ist künftig ein jährlich physisches Treffen.

    Nachdem die Hebammenschule ein weiteres Mal fliehen musste (von Lokichoggio nach Kakuma) ist nun der Umzug nach Juba geplant. Juba, die Hauptstadt des Südsudans ist strategisch gut gelegen. Es gibt genügend Krankenhäuser für Praktika und eine gute Vernetzungsmöglichkeit mit anderen in dem Bereich arbeitenden Organisationen (ICRC, Ärzte ohne Grenzen, WHO etc). Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Hebammen am besten unterstützen können, wenn sie mit anderen Organisationen, wie oben benannt, die sogenannten Community Midwives in den ländlichen Regionen schulen. Im Moment wird in Juba noch gebaut. Der Umzug ist für 2022 geplant.

    Südsudan

    • rund 11 Mio Einwohnerinnen und Einwohner
    • 62 Säuglinge von 1000 sterben, bevor sie das erste Lebensjahr erreicht haben
    • 11% der Geburten finden in einer Gesundheitseinrichtung statt

     

    Projektbudget 2022

    CHF 138‘000

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    Jacqueline Brunner

    Verantwortliche Kirchliche Partnerschaften

    Tel. 061 260 23 37
    ► E-Mail

    Dorina Waldmeyer

    Programmverantwortliche Südsudan
    Tel: +41 (0)61 260 22 58
    ► E-Mail

    Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

    Mission 21
    Evangelisches Missionswerk Basel
    Postfach 270
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    4009 Basel, Schweiz
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