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    Kamerun, Bildung

    Selbstbestimmte Wege aus prekären Lebenslagen in Kamerun fördern

    Projektnummer: 134.1007

    Das Projekt bietet Unterstützung für Menschen in Kamerun, die unter besonders schwierigen Bedingungen leben. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sowie Witwen und Waisen oder Menschen, die mit dem HI-Virus leben. Die Frauengruppe Aid International – Christian Women of Vision (AIChrisWoV) bietet diesen besonders schutzbedürftigen Personen Hilfe an, zusammen mit der evangelischen Schwesterngemeinschaft Emmanuel Sisters und einem Waisenprojekt, das Mission 21 von der Martin-Stucki-Stiftung übernehmen konnte.

    Hintergrundinformationen

    Vielen Kindern und Jugendlichen in Kamerun fehlen Betreuung und Zuwendung. Ein Grund dafür ist der gewalttätige politische Konflikt in den anglophonen Regionen, der viele Todesopfer fordert; andere Gründe sind Krankheiten wie das HI-Virus. Witwen, Waisen und Kindern, die wegen einer Behinderung nicht in ihren Familien leben können, bietet das Projekt Schutz und eine Zukunftsperspektive. Die Anzahl verletzlicher Personen ist durch die anglophone Krise stark angestiegen.

    Die evangelische Schwesternschaft Emmanuel Sisters hatte über die Presbyterian Church in Cameroon (PCC), aus der sie hervorging, eine langjährige Verbindung zu Mission 21 und ist nun in diesem Projekt seit 2019 eine eigenständige Partnerorganisation von Mission 21. Im Projekt leben Menschen in Zentren, die neben Ausbildung und medizinischer Betreuung auch soziale und psychologische Unterstützung anbieten. Die Frauen von AIChrisWoV arbeiten seit 2006 mit Mission­ 21. Sie engagieren sich in der Umgebung von Bamenda für Menschen, die von HIV betroffen sind und für Witwen und unbegleitete Jugendliche. Neben den regulären Projektteilnehmenden betreuen sie immer mehr Binnenflüchtlinge aufgrund der anglophonen Krise. Diese werden in die Projektaktivitäten integriert. Waisen, unbegleitete Kinder und Jugendliche werden in einem Projekt der ehemaligen Stucki-Stiftung – die 2019 von Mission 21 übernommen wurde – in Waisenhäusern und Familienstrukturen betreut. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Schreinerausbildung.

    In Kamerun leben etwa 1,2 Millionen Waisen. Der Grundgedanke der Projektarbeit ist es, dass niemand von der Gesellschaft zurückgelassen werden soll. Die Projektaktivitäten ermöglichen den besonders schutzbedürftigen Personen soziale Integration und unterstützen sie dabei, ihr Leben zu gestalten. Der Bedarf für diese Unterstützung ist aufgrund der aktuellen Krise in Kamerun weiterhin gross. Alle drei Partnerorganisationen sind auch Mitglieder der Dachorganisation «The Alliance 23», die mit Mission 21 in Kamerun zusammenarbeitet.

    Projektziele

    • Verletzliche Personen erhalten Zugang zu Ausbildung und einkommensschaffenden Massnahmen und erlangen so langfristig finanzielle Unabhängigkeit.
    • Bereitstellung einer Grundversorgung für verletzliche Personen.
    • Zugang zu Informationen über Rechte für schutzbedürftige Personen.
    • Weiterbildung/Capacity Development für die Projektverantwortlichen.

    Zielgruppe

    Verletzliche Personengruppen wie Witwen und Waisen, Menschen mit Behinderung oder mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise dem HI-Virus.

    Aktivitäten

    • Knapp 50 Waisen und unbetreute Jugendliche leben in einem familiären Umfeld im Waisenhäusern der ehemaligen Stucki-Stiftung in Kumba und Umgebung. Dort können sie eine Schul- und Berufsausbildung absolvieren, beispielsweise in der Schreinerwerkstatt des Projekts.
    • Die Frauen von AIChrisWoV in Bamenda kümmern sich sowohl um medizinische Behandlung wie auch um Rechte von Menschen, die mit dem HI-Virus leben. Witwen werden durch Einkommensförderungsmassnahmen wie z.B. Weiterbildungen unterstützt. Über 100 unbetreute Jugendliche und Waisen können eine Schulbildung machen und haben Zugang zu medizinischer Versorgung.
    • Die Emmanuel Sisters betreuen in Foumbot (West Region) und in der Umgebung von Bamenda über 50 Menschen mit Behinderung, insbesondere Epilepsie, die sich dank gezielten Fördermassnahmen möglichst selbst versorgen können.

    Projektfortschritt

    Die Emmanuel Sisters boten auch 2025 verlässlich wichtige Hilfe für besonders gefährdete Gruppen, insbesondere für Menschen mit Behinderungen und Binnenvertriebene ohne Unterkunft oder alternative Unterstützung. Konkret erhielten 131 Teilnehmer*innen Gesundheitsversorgung und 88 Teilnehmer*innen Bildungshilfe.

    AIChrisWoV führte 2025 für Witwen und unbegleitete Jugendliche, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen waren, Sensibilisierungsmassnahmen durch. Es wurden 65 Personen erreicht, von denen 20 direkte Starthilfe erhielten. Weitere 50 Frauen und schutzbedürftige Jugendliche wurden durch Bildung sowie 70 Personen durch medizinische und Nahrungsmittelhilfe unterstützt. Mit ihrer ganzheitlich ausgerichteten Unterstützung in der von Konflikten betroffenen Region Bamenda wirkte AIChrisWoV positiv auf das Leben, die Würde und die Widerstandsfähigkeit der Teilnehmenden ein.

    17 schutzbedürftige Kinder aus den ehemaligen Stucki-Projekten werden durch schulische Grundbildung und Betreuung in Pflege- und Familienhaushalten weiterhin kontinuierlich unterstützt und gestärkt. Im Ausbildungsprogramm für Schreinerei bilden sich derzeit zehn junge Männer aus, mit dem Ziel, sich selbstständig versorgen zu können.

    Projektbilder

    Alternative Karte

    Kamerun

    28,6 Mio Einwohner*innen

     

    Projektbudget 2026

    CHF 110’000

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    Jacqueline Brunner

    Teamleitung Kirchliche Partnerschaften

    Tel. 061 260 23 37
    ► E-Mail

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    Angelika Weber

    Programmverantwortliche Kamerun und Nigeria
    Tel: +41 (0)61 260 22 65
    ► E-Mail

    Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

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