Tödliche Anschläge in Nigeria – Wie geht es unseren Partnern?

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Menschen fliehen nach der Attacke. Foto: Yakubu Joseph/Mission 21

Angreifer haben über die Weihnachtsfeiertage mehrere Dörfer in Zentralnigeria überfallen und zahlreiche Menschen getötet. Nun machen Berichte unserer Partner vor Ort das Ausmass der Gewalt und der Zerstörung deutlich: Über 280 Menschen verloren ihr Leben und etwa 450 wurden verletzt. Mehrere Tausend mussten fliehen. Unsere Partner berichten, dass dringend Hilfe benötigt wird.

Über die Weihnachtsfeiertage griffen bewaffnete Gruppen in Zentralnigeria mehrere ländliche Gemeinden an. Im Bundesstaat Plateau verübten die Täter zwischen dem 23. und 25. Dezember 2023 Anschläge auf insgesamt 23 verschiedene Gemeinden in den lokalen Regierungsbezirken Mangu, Bokkos und Barkin Ladi.

Der teils blutig geführte Konflikt zwischen der christlichen bäuerlichen Bevölkerung und muslimischen Hirten, der durch die Klimaerwärmung noch verschärft wird, betrifft auch Regionen, in denen Projekte von Mission 21 und unseren Partnern durchgeführt werden. Die Regionen liegen an der Grenze zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlichen Süden und sind so zum Schauplatz der jüngsten Übergriffe geworden.

Grosses Leid, massive Zerstörungen

Unser Koordinator Yakubu Joseph berichtet von über 280 Todesopfern. Über 450 Menschen erlitten Verletzungen; die meisten Verletzten wurden in Krankenhäusern in Mangu, Bokkos, Jos und Barkin Ladi behandelt. Unzählige Häuser wurden in Brand gesetzt.

Die Angriffe kamen für die Menschen in den Regionen überraschend; Markus Amorudu aus Mushu berichtet, dass die Angriffe begannen, als die Menschen noch schliefen. Daher mussten viele von ihnen unvorbereitet fliehen. Inzwischen gibt es vier Lager für Binnenflüchtlinge, in denen insgesamt Menschen aus 690 Haushalten untergebracht sind.

Mehr Unterstützung für Friedenskonsolidierung benötigt

Die Menschen in den betroffenen Regionen, geflohene und in den Dörfern zurückgebliebene, benötigen nun dringend lebensnotwendige Güter wie Lebensmittel, Matratzen, Kochutensilien, Wasserkanister und Kleidung. Essenziell ist auch psychosoziale Unterstützung nach den erlittenen Traumata. Langfristig ist die Unterstützung vor allem für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser und die sichere Wiederansiedlung der Menschen in ihren Dörfern erforderlich.

Koordinator Yakubu Joseph betont, dass auch die Friedensförderung eine zentrale Rolle bei der Verhinderung solcher Angriffe spielt. Unsere Partner fördern Heilung und Versöhnung mit einem Projekt, das Gerechtigkeit in ehemaligen Brennpunkten der Gewalt wiederherstellen will – und das Wirkung zeigt: An diesen Orten herrscht inzwischen ein relativ stabiler Frieden.

Friedenskonsolidierung ist jedoch ein langfristiges Projekt, weshalb wir neben Spenden für Nothilfe auch auf Ihre Unterstützung angewiesen sind, um unsere Partner weiterhin bei diesem wichtigen Vorhaben zu stärken.

► Mehr über das Projekt Interreligiöse Friedensförderung in Nigeria

Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

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