280 000 Südsudanes*innen auf der Flucht: Mission 21 engagiert sich vor Ort

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Die südsudanesische Sozialarbeiterin Nora Zangabeyo verteilt für Mission 21 Menstruationsbinden in der Stadt Renk 2025. Im Hintergrund sind Menschen zu sehen, die aus dem Sudan geflüchtet sind. Foto: Silvano Yokwe.

Im Südsudan eskaliert der Krieg. Das Spital in Lankien, in dem von Mission 21 ausgebildete Hebammen arbeiten, wurde mehrfach angegriffen. Unzählige Menschen sind auf der Flucht, humanitäre Hilfe wird blockiert.

Seit Ende 2025 hat sich der bewaffnete Konflikt im Südsudan drastisch verschärft, insbesondere in den Bundesstaaten Jonglei und Upper Nile. Staatliche Streitkräfte (SSPDF) und die oppositionelle SPLA/IO blockieren humanitäre Zugänge und ordnen grossflächige Evakuierungen an. Damit wurden 280 000 Menschen bisher vertrieben.

Die Evakuierungsbefehle dienen überwiegend nicht dem Schutz der Bevölkerung. Zeitpunkt und Ausmass deuten darauf hin, dass sie militärischer Logik folgen. So wurden beispielsweise  in Lankien (Jonglei) Ende Dezember 2025 nach Evakuierungsanordnungen wahllose Luftangriffe durchgeführt. Zivilpersonen kamen ums Leben oder wurden verletzt. Nach internationalem humanitärem Recht sind Zwangsvertreibungen ohne zwingende Gründe verboten und stellen ein Kriegsverbrechen dar.

Geburtshelferinnen in Gefahr

Das Spital in Lankien wurde wiederholt angegriffen. Dort arbeiten mindestens elf Hebammen, die ihre Ausbildung dank der Unterstützung von Mission-21-Partnern abschliessen konnten. Ihr Einsatz ist lebensrettend für Frauen, Neugeborene und eine ganze Region. Jetzt ist das Leben der Fachpersonen in Gefahr.

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Beide Konfliktparteien begehen schwere Übergriffe, die sich gezielt oder wahllos gegen die Zivilbevölkerung richten: Tötungen, sexualisierte Gewalt, Plünderungen und die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur.

Hinzu kommen widersprüchliche und teils drohende administrative Anordnungen lokaler Behörden, die Hilfswerke faktisch zwingen, Partei zu ergreifen oder ihre Arbeit einzustellen. Flugverbote schneiden ganze Gebiete von der Versorgung ab.

Dramatisch für die Zivilbevölkerung

Diese Dynamik deutet auf eine gezielte Instrumentalisierung humanitärer Hilfe hin. Der Zugang zu Unterstützung wird nicht primär an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet, sondern als politisches und militärisches Druckmittel eingesetzt.

Für die betroffene Zivilbevölkerung sind die Folgen dramatisch: Zehntausende leben unter extremen Bedingungen ohne ausreichende Nahrung, medizinische Versorgung oder Schutz. In mehreren Regionen besteht akute Hungersnotgefahr.

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Alle Konfliktparteien wären verpflichtet, humanitäre Hilfe zuzulassen und die Zivilbevölkerung unabhängig von ihrer Fluchtentscheidung zu schützen. Die anhaltenden Verstösse zeigen jedoch ein hohes Mass an Straflosigkeit und eine fortschreitende Erosion grundlegender Schutzmechanismen.

Mission 21 setzt sich auch langfristig ein

Für Mission 21 unterstreicht die Situation die Notwendigkeit, humanitäre Hilfe, Menschenrechtsarbeit und friedenspolitische Advocacy eng zu verzahnen. Die Bedrohung von Einrichtungen wie dem Spital in Lankien macht deutlich, dass Bildungs‑ und Gesundheitsarbeit langfristige Wirkung entfaltet, jedoch ohne politischen Schutz und humanitären Zugang massiv gefährdet ist. Neben der Unterstützung lokaler Partner braucht es verstärkten internationalen Druck, um Zivilpersonen, medizinisches Personal und lebenswichtige Infrastruktur wirksam zu schützen.

Wir stehen in engem Kontakt mit unserem Koordinationsbüro in Juba sowie unseren Partnern vor Ort. Mission 21 setzt sich auf allen Ebenen für den Schutz der Zivilbevölkerung, des medizinischen Personals und der lebenswichtigen Infrastruktur ein.

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