studenten am kulp bible college in kwarhi, projekt nr.: 162.1006. 2015, kwarhi
    Nigeria, Bildung für den sozialen Wandel

    Bildung für den sozialen Wandel in Nigeria

    Projektnummer: 162.1006

    Die EYN, Partnerkirche von Mission 21, betreibt Fernkurse in Theologie, welche aktuelle Herausforderungen der Bevölkerung wie beispielsweise die Auswirkungen von klimatischen Veränderungen oder interreligiöse Konflikte aufgreifen und versuchen, positive Veränderung zu schaffen. Mission 21 unterstützt die EYN darin, Theologie-Studierenden und gesellschaftlichen Führungskräften eine umfassende Bildung zu ermöglichen, damit sie positive Veränderungen in der Gesellschaft vorantreiben können.

    Hintergrundinformationen

    Die Bevölkerung in Nigeria muss zahlreichen Herausforderungen standhalten. Im Nordosten bedrohen bewaffnete Gruppierungen wie die islamistische Terrororganisation Boko Haram die Menschen mit Gewalt und Zerstörung. Die davon betroffenen Menschen sind traumatisiert und das Verhältnis zwischen Christ*innen und Muslim*innen ist nachhaltig gestört. Daneben stellen soziale, wirtschaftliche und umweltbedingte Probleme wie die strukturelle Benachteiligung von Frauen aufgrund der patriarchalen Gesellschaft, das tiefe Bildungsniveau, die weit verbreitete Armut, der Klimawandel und seine Auswirkungen sowie die ungünstige Nutzung von natürlichen Ressourcen die Menschen im Nordosten des Landes vor grosse Herausforderungen. Zusätzlich ist die wirtschaftliche Belastung für Haushalte aufgrund einer rekordhohen Inflation und abgeschafften Subventionen für Treibstoff gestiegen.

    Die «Kirche der Geschwister in Nigeria» (EYN) wirkt diesen Problemen auf verschiedenen Wegen entgegen. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und gesellschaftlich angesehenen Position fällt Pfarrpersonen und Leitfiguren der Kirche eine wichtige Rolle im sozialen Wandel zu. Eine Schlüsselrolle beim Umgang mit diesen Themen haben unter anderem theologische Ausbildungsstätten wie die «Theological Education by Extension» (TEE) der EYN. Hier absolvieren Studierende und Pfarrpersonen kontextuelle theologische Bildung und Schulungsangebote, bei denen gesellschaftliche und umweltpolitische Entwicklungen und Probleme kritisch reflektiert, relevante Fragen beantwortet, und Menschen befähigt werden, aktiv zur Lösung dieser Probleme beizutragen. Diese als Fernkurs organisierte Ausbildung ist auch für Menschen aus anderen Berufsgruppen zugänglich. Zu den behandelten Themen gehören sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, Gendergerechtigkeit, Menschenrechte, Frieden, Vergebung, mentale Gesundheit, politisches Engagement, Vielfalt und Umweltschutz.

    Projektziele

    Das Projekt trägt mit kontextbezogener theologischer Ausbildung- und Weiterbildung dazu bei, dass Pfarrpersonen und Theologie-Studierende treibende Kräfte für positive Veränderungen in der Kirche und der Gesellschaft werden:

    Die Studierenden verfügen über das notwendige Wissen in kontextueller Theologie und sozialen Schwerpunktthemen und können kritisch über religiöse und soziale Themen reflektieren, und Lösungen für gesellschaftliche Probleme vorantreiben. Dazu gehört auch die Sensibilisierung für Umweltschutz und nachhaltigen Methoden und Praktiken.

    Zielgruppe

    Zielgruppe des Projekts sind primär Theologie-Studierende der Ausbildungsstätte TEE, welche Nachwuchskräfte der Kirche darstellen, sowie Pfarrpersonen und führende Mitarbeitende der EYN.

    Aktivitäten

    • Förderung der ganzheitlichen und kontextuellen akademischen Bildung für Studierende der Theologie und zukünftige Pastor*innen
    • Weiterentwicklung und Produktion von theologischem und gesellschaftsrelevantem Ausbildungsmaterial
    • Einbezug von sozial relevanten Themen wie sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, Friedensförderung und Umweltschutz in die Ausbildung von Theologie-Studierenden

    Projektfortschritt

    Die Kombination aus Unsicherheit und Klimawandel hat im Jahr 2025 in unseren Projektregionen zum Verlust von Menschenleben und von Eigentum geführt. Dadurch stieg die Zahl von Witwen, Waisen und von Menschen, die von ihren Familien getrennt wurden. Morde und Entführungen, aber auch Überschwemmungen im Projektgebiet trugen zu Traumata, Angst und Unsicherheit bei.

    In dieser Hinsicht dient das Projekt als Transmissions-Werkzeug und Plattform, um mithilfe theologischer Bildung die Aspekte von friedlicher Koexistenz in der breiten Bevölkerung hervorzuheben. Theologische Weiterbildung bietet Lernmaterialien für Teilnehmer*innen aus allen Gruppen der Gesellschaft. Zu den klassischen theologischen Themen kommen Themen wie Umweltschutz, Aufforstung, landwirtschaftliche Abfallwirtschaft und Sojabohnenverarbeitung hinzu. Diese Themen werden entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Projekt 162.1030 (Ernährungssouveränität). Geographisch wurde dieses Projekt von Mubi in die EYN-Zentrale in Kwarhi verlegt, was die Zusammenarbeit mit den Pastoren und Pastorinnen der EYN verbessert.

    Alternative Karte

    Nigeria

    • 219 Mio Einwohner*innen
    • Über 3 Millionen Menschen wurden durch die Gewalt von Boko Haram vertrieben
    • 47 % der Bevölkerung sind Christ*innen

    Projektbudget 2026 aktuell

    CHF 49’000

    jacqueline

    Jacqueline Brunner

    Teamleitung Kirchliche Partnerschaften

    Tel. 061 260 23 37
    ► E-Mail

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    Angelika Weber

    Programmverantwortliche Kamerun und Nigeria
    Tel: +41 (0)61 260 22 65
    ► E-Mail

    Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

    Mission 21
    Evangelisches Missionswerk Basel

    Postfach 270
    Missionsstrasse 21
    4009 Basel, Schweiz
    Tel.: +41 (0)61 260 21 20
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