Gemeinsam gegen Gewalt
Schützen. Stärken. Verändern.
Gemeinsam gegen Gewalt: Der Kurzfilm
Eine muslimische Psychologin und ein protestantischer Pfarrer kämpfen in Indonesien gemeinsam gegen Gewalt. Erfahren Sie mehr über ihre Arbeit im Pasundan Durebang Centre. (8 Min.)
Einstehen für Menschenrechte: Gewaltbetroffene stärken, Selbstbestimmung fördern
Frauen und Mädchen sind weltweit von Geschlechterungleichheit und sexualisierter, häuslicher oder struktureller Gewalt betroffen. Die Folgen sind nicht nur für die individuell Betroffenen schwerwiegend, sie wirken sich auch auf Bildung, Wirtschaft und politische Mitsprache aus. Mission 21 unterstützt weltweit Partnerorganisationen, die Gewaltbetroffene darin stärken, ihre Stimme zu erheben und für ihre Rechte zu kämpfen.
Die Kampagne 2026 rückt Projekte zur Gewaltprävention sowie für Akutversorgung und Selbstbestimmung in Peru, Bolivien und Indonesien in den Fokus.
Tagtäglich erfahren Frauen, Mädchen und LGBTQIA+-Mitglieder in allen Regionen der Welt Unterdrückung, Diskriminierung und Gewalt. In patriarchal geprägten Gesellschaften braucht es darum solidarische Unterstützung und strukturelle Veränderung, um mehr Schutz und Rechte für die Betroffenen einzubringen.
In Indonesien beispielsweise werden jährlich rund 1,2 Millionen Mädchen unter 18 Jahren verheiratet, häufig gegen ihren Willen. In Hongkong sind mehr als 40 Prozent der 350’000 ausländischen Hausangestellten indonesischer Herkunft – viele von ihnen berichten von Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen durch ihre Arbeitgeber.
Auch in Peru oder Bolivien steigt die Zahl von Femiziden, sexueller Ausbeutung und gewaltsamem und staatlich gebilligtem Verschwindenlassen erschreckend stark an. In Peru gab es allein 2024 über 140’000 registrierte Verstösse von Gewalt gegen Frauen. 29’000 davon waren sexualisierte Gewalt – das entspricht jeder fünften registrierten Frau. In Bolivien wurden 2023 mehr als 11’000 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe registriert. Die Rechtsprechung antwortet jedoch nicht angemessen darauf; auch in Peru führen nur zehn Prozent der Anzeigen zu einer Verurteilung. Die Rechte von Frauen, Kindern und LGBTQIA+-Personen werden mehrfach missachtet, wenn sie zusätzlich durch Armut, Behinderung oder Rassismus benachteiligt werden, sich auf der Flucht befinden oder Migrant*innen sind.
Menschen weltweit stehen ein für ein Ende der Gewalt – für Gerechtigkeit, Schutz und Menschenwürde. Mission 21 solidarisiert sich mit ihnen: Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Indonesien, Malaysia und Hongkong sowie engagierten feministischen Netzwerken in Peru und Bolivien fördern wir Projekte, die Frauen und Mädchen stärken durch rechtliche Hilfe, Bildungsangebote, Schutzräume, Präventionsarbeit und Sensibilisierung von Männern – in Schulen, Dörfern und religiösen Gemeinschaften.
2026 setzen wir in unserer Kampagne auf Selbstbestimmung und Zivilcourage – und darauf, die Stimmen derer hörbar zu machen, die immer wieder überhört werden. Unterstützen Sie unsere Vision einer geschlechtergerechten Welt frei von Gewalt.
Gemeinsam gegen Gewalt
Werden Sie Teil der Veränderung. Unterstützen Sie uns dabei, geschlechtsbezogene und sexualisierte Gewalt zu verhindern und neue Perspektiven zu eröffnen.
Schützen. Stärken. Verändern.
Zwei Stimmen gegen die Gewalt
In Indonesien schauen eine Psychologin und ein Pfarrer dort hin, wo andere wegsehen. Erfahren Sie, wie Taty P. Suandi und Cliff Edward Kasakeyan gemeinsam Tabus brechen und Betroffenen neue Perspektiven eröffnen.
Indonesien: Zwischen Ferienparadies und harter Realität
Die Suche nach Arbeit führt viele Frauen in die Ferne, birgt aber oft das Risiko von Ausbeutung und Gewalt. Erfahren Sie, wie Mission 21 gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Frauen über Religionsgrenzen hinweg stärkt und verlässliche Unterstützung sowie Schutzräume bietet.Â
Impulse zum Mitmachen: Das Ideenheft 2026
Finden Sie vielfältige Impulse für Ihre Arbeit in der Kirchgemeinde und darüber hinaus. Unser Ideenheft zur Kampagne 2026 liefert Ihnen die Basis für das Jahresthema «Gemeinsam gegen Gewalt».
Hier findest du Hilfe
Sexualisierte Gewalt kann Frauen und Kinder -und auch Menschen in deren Umfeld- tief verunsichern. Es gibt in der Schweiz Angebote, die vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym unterstützen – telefonisch, online oder persönlich.
Soforthilfe
Du musst keinen Nachweis darüber erbringen, dass etwas passiert ist. Es reicht, wenn du mitteilst, dass du Unterstützung benötigst.
Nicht dringend, aber du möchtest Orientierung? Starte hier: Kantonale Opferhilfe-Stellen finden
Was dich erwartet
- Du entscheidest, wie viel du erzählen möchtest.
- Beratung kann anonym und kostenlos sein (je nach Angebot).
- Du bekommst Hilfe bei nächsten Schritten – medizinisch, rechtlich, psychosozial.
- Auch Angehörige und Bezugspersonen können Beratung erhalten.
Wenn du unsicher bist, welche Stelle passt: Nimm eine der Soforthilfen oben – sie leiten dich weiter.
Ich bin betroffen
Wähle eine Beratungsstelle (Telefon/Chat) – du musst das nicht allein tragen.
Ich unterstütze jemanden
Du kannst begleiten, zuhören und gemeinsam Hilfe kontaktieren – ohne Druck.
Es betrifft den Arbeitsplatz
Infos & Anlaufstellen zu sexueller Belästigung im Berufsleben.
Beratung & Anlaufstellen in der Schweiz
-
Gleichstellung verhindert Gewalt
Infos der nationalen Kampagne (Bund) – Unterstützung, Prävention, Orientierung. -
Frauenberatung: sexuelle Gewalt
Kostenlose, vertrauliche Beratung für Betroffene – inkl. Hinweise auf weitere Ressourcen/Notfälle (mehrsprachig). -
Opferhilfe Schweiz – Sexuelle Gewalt
Rechte, nächste Schritte und hilfreiche Informationen. -
Opferhilfe Schweiz – Kantonale Anlaufstellen
Finde die zuständige Opferhilfe-Beratungsstelle in deinem Kanton. -
belaestigt.ch – Anlaufstellen
Fokus Arbeitsplatz: sexuelle Belästigung im Berufsleben – Übersicht nach Kantonen. -
Opferhilfe beider Basel
Beratung & Unterstützung, inkl. Chat: online.opferhilfe-beiderbasel.ch -
LGBTIQ Helpline
Telefon & Chat für LGBTIQ-Personen – kostenlos und vertraulich.
International (auch aus der Schweiz): 116 006 (Opfer von Verbrechen) und 116 016 (Gewalt gegen Frauen). Info zu 116 006
Diskrete Hilfe im Alltag
„Frag nach Luisa“ (Bars & Clubs)
In teilnehmenden Betrieben kannst du beim Personal nach „Luisa“ fragen. Das ist ein Codewort, um Unterstützung zu bekommen (z. B. Begleitung, Taxi organisieren, sicherer Raum).
Beispiel/Info (Schweiz): Luisa ist hier – Opferhilfe beider Basel
Handzeichen für Hilfe
- Hand heben, Handfläche nach vorne, Daumen abgespreizt.
- Daumen in die Handfläche klappen.
- Restliche Finger darüberlegen, als würdest du den Daumen einschliessen.
Quelle: aha.li – Notfallhandzeichen
Wenn du jemanden unterstützen willst
- Zuhören, ernst nehmen, nicht drängen.
- Fragen: „Was brauchst du jetzt?“
- Anbieten, gemeinsam eine Stelle zu kontaktieren (Telefon oder Chat).
- Tempo und Entscheidungen der betroffenen Person respektieren.
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine medizinische oder juristische Beratung. In akuten Notfällen: 117.
Young Voices – der Podcast für eine gerechte Welt
Was bewegt junge Menschen in Indonesien, Nigeria
oder Peru? Im Podcast «Young Voices» gibt es keine
vorgefertigten Antworten, sondern echte Geschichten. Jeden Monat teilen engagierte junge Erwachsene aus unserem internationalen Netzwerk ihre Perspektiven – ungefiltert, kritisch und voller Hoffnung. Sie diskutieren über Frieden und Gerechtigkeit und schaffen so eine Plattform für transkulturellen Austausch, um gemeinsam zu lernen und zu wachsen. Ein inspirierendes Hörerlebnis auf Englisch und Spanisch für alle, die sich dafür interessieren, wie die nächste Generation die Zukunft gestalten will.
Hörtipp zur Kampagne
In Episode #39 zieht Michelin aus Indonesien eine eindrückliche Verbindung zwischen Gewalt an Frauen und der Zerstörung der Natur. Ein starkes Plädoyer für den Schutz des Lebens.
Den Podcast hören und abonnieren auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube, Amazon Music.
Unser Kampagnen-Newsletter
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Impulse für Ihre Kirchgemeinde
Bringen Sie die Themen der Kampagne in Ihr Umfeld. Entdecken Sie praxisnahe Bildungsdossiers für Schulen, spirituelle Impulse für Gottesdienste und vielfältige Arbeitsmaterialien zum direkten Download.
Kurse und Workshops
Wir bieten massgeschneiderte Formate für Ihre Gruppe – vom kompakten Workshop über interaktive Vorträge bis zur ganztägigen Weiterbildung und Kursreihen. Zwei Beispiele aus unserem Programm:
Gleiches Recht für all*e
An vielen Orten verfügen Frauen über weniger Chancen, obwohl ihre Rolle für eine nachhaltige Entwicklung zentral ist. Wie können benachteiligte Gruppen zu ihrem Recht kommen?
Mit Courage gegen Hate Speech
Denkmuster und Sprache können Konflikte auslösen und verstärken. Erproben Sie Handlungsmöglichkeiten, um verletzende Sprache zu erkennen, gewaltfrei zu kommunizieren und sich gegen
Diskriminierung (etwa im digitalen Raum) zu
engagieren.
Alle Kurse und Workshops für Gruppen finden Sie hier: