Jacqueline Brunner
Teamleitung Kirchliche Partnerschaften
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Projektnummer: 162.1030
Durch klimatische Veränderungen und die Auswirkungen einer langjährigen umweltschädlichen Nutzung von natürlichen Ressourcen sind viele Menschen im Nordosten Nigerias in ihrer Existenz bedroht. Zusammen mit ihren Partnerorganisationen und -kirchen versucht Mission 21, diesen herausfordernden Lebensumständen entgegenzuwirken. Die lokale Bevölkerung kann an Bildungsangeboten in den Bereichen der nachhaltigen Landwirtschaft und des Umweltschutzes teilnehmen und wird so befähigt, ihre Existenz langfristig, nachhaltig und eigenständig zu sichern.
Nigeria ist reich an natürlichen Ressourcen, jedoch profitieren nicht alle davon. Benachteiligt ist vor allem die Bevölkerung im Nordosten des Landes, die lange Zeit nur wenig strukturelle Unterstützung vom Staat erhalten hat. Die Region ist zudem von Klimaveränderungen wie längeren Trockenzeiten und heftigeren Regenfällen, einer umweltschädlichen Nutzung von natürlichen Ressourcen wie zum Beispiel der exzessiven Verwendung von chemischen Düngemitteln und grossflächiger Abholzung sowie von Umweltverschmutzung durch Abfall und Plastik geprägt. Die Auswirkungen davon sind unter anderem Bodenerosion, abnehmende Fruchtbarkeit und verseuchtes Grundwasser, was wiederum die Versorgung der grösstenteils von der Landwirtschaft abhängigen Bevölkerung gefährdet. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen und -kirchen tritt Mission 21 dieser Problematik entgegen und fördert die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen und den Schutz der Umwelt, was wiederum zu einer besseren Versorgungslage beiträgt.
Die Existenz der ländlichen Bevölkerung im Nordosten Nigerias ist durch einen nachhaltigen Ansatz gesichert:
Die Zielgruppe beinhaltet Kleinbauernfamilien aus den ländlichen Gebieten im Nordosten Nigerias sowie die Bevölkerung der Region im weiteren Sinne.
Zwar gingen die Anschläge durch Boko Haram im Jahr 2025 leicht zurück, doch Konflikte zwischen Bauern und Hirten verschärfen die Notlage der Bevölkerung im Projektgebiet. Der Klimawandel mit heftigeren Überschwemmungen und Dürren wirken sich negativ auf die Landwirtschaft aus. Diese ist für die meisten Menschen im Projektgebiet die wichtigste Lebensgrundlage. Weiter haben Bergbauaktivitäten die kleinbäuerliche Landwirtschaft beeinträchtigt, und Konflikte um Land nehmen zu. Zudem fallen die Preise für landwirtschaftliche Produkte stetig – während Kosten für Dünger und andere wichtige Güter sowie für Schulgebühren ansteigen.
Das Katastrophenhilfe-Team unserer Partnerkirche EYN engagierte sich mit Schulungen für Landwirt*innen und Gemeinden und im Bereich Aufforstung, mit Baumschulen und Baumpflanzungen. Zudem wurden Bohrungen und Installationen von solarbetriebenen Brunnen vorgenommen.
Der Verein zur Förderung von Naturheilprodukten und Naturressourcen (AsProNMeR) konzentrierte sich auf den Einsatz effizienter Holzkochöfen und erreichte damit weitere 160 Haushalte. Die Herstellung von Holzkohlebriketts aus organischen Abfällen half mit, Brennholzverbrauch und Holzschlag zu reduzieren. AsProNMeR arbeitet zur Bekämpfung der Entwaldung mit Regierungsbehörden zusammen, als Teil der Advocacy-Komponente des Projekts. Beim Bau energieeffizienter Holzöfen wurden auch Frauen einbezogen, was ihnen die Möglichkeit gab, Entscheidungsrollen zu übernehmen.
Die Projektaktivitäten konnten zwar zu einem Teil die Verringerung der Bodenfruchtbarkeit und die Entwaldung lindern. Um den Negativeffekt zu kompensieren und zu überwinden braucht es aber eine Verstärkung der Aktivitäten.

CHF 88’000
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