img 0164
    Nigeria, Ernährungssouveränität

    Bildung für eine nachhaltige ökologische Entwicklung in Nigeria

    Projektnummer: 162.1030

    Durch klimatische Veränderungen und die Auswirkungen einer langjährigen umweltschädlichen Nutzung von natürlichen Ressourcen sind viele Menschen im Nordosten Nigerias in ihrer Existenz bedroht. Zusammen mit ihren Partnerorganisationen und -kirchen versucht Mission 21, diesen herausfordernden Lebensumständen entgegenzuwirken. Die lokale Bevölkerung kann an Bildungsangeboten in den Bereichen der nachhaltigen Landwirtschaft und des Umweltschutzes teilnehmen und wird so befähigt, ihre Existenz langfristig, nachhaltig und eigenständig zu sichern.

    Hintergrundinformationen

    Nigeria ist reich an natürlichen Ressourcen, jedoch profitieren nicht alle davon. Benachteiligt ist vor allem die Bevölkerung im Nordosten des Landes, die lange Zeit nur wenig strukturelle Unterstützung vom Staat erhalten hat. Die Region ist zudem von Klimaveränderungen wie längeren Trockenzeiten und heftigeren Regenfällen, einer umweltschädlichen Nutzung von natürlichen Ressourcen wie zum Beispiel der exzessiven Verwendung von chemischen Düngemitteln und grossflächiger Abholzung sowie von Umweltverschmutzung durch Abfall und Plastik geprägt. Die Auswirkungen davon sind unter anderem Bodenerosion, abnehmende Fruchtbarkeit und verseuchtes Grundwasser, was wiederum die Versorgung der grösstenteils von der Landwirtschaft abhängigen Bevölkerung gefährdet. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen und -kirchen tritt Mission 21 dieser Problematik entgegen und fördert die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen und den Schutz der Umwelt, was wiederum zu einer besseren Versorgungslage beiträgt.

    Projektziele

    Die Existenz der ländlichen Bevölkerung im Nordosten Nigerias ist durch einen nachhaltigen Ansatz gesichert:

    • Die Zielbevölkerung kennt und benutzt nachhaltige landwirtschaftliche Methoden.
    • Sie praktiziert eine umwelt- und ressourcenschonende Lebensweise.
    • Die Verschmutzung der Umwelt ist in der Projektregion durch gezielte Massnahmen verringert.
    • Der regionalen Abholzung wird entgegengewirkt: durch das Anpflanzen junger Bäume, den Einsatz ressourcenschonender Kochöfen sowie aus Abfall hergestellter Holzkohle

    Zielgruppe

    Die Zielgruppe beinhaltet Kleinbauernfamilien aus den ländlichen Gebieten im Nordosten Nigerias sowie die Bevölkerung der Region im weiteren Sinne.

    Aktivitäten

    • Ausbildung von Multiplikator*innen durch unsere Partnerorganisationen für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und das Angehen von Umweltproblemen
    • Aufbau von Baumschulen für Schulungszwecke und für Aufforstungen, die der Verschlechterung der Umweltbedingungen entgegenwirken.
    • Kleinbäuer*innen absolvieren Ausbildungen in nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken, mit Begleitung bei deren Umsetzung.
    • Pflanzung von Setzlingen
    • Trainings in der Herstellung von ressourcenschonenden Kochöfen.
    • Trainings zur Nutzung von organischen Abfällen für die Produktion von Holzkohle, als ökologischer Ersatz für Brennholz
    • Produktion von wiederverwendbaren Einkaufstaschen, gegen Plastikabfall-Problem
    • Installation und Leerung von Abfalleimern an strategischen Standorten zur Sensibilisierung der Bevölkerung über korrekte Abfallentsorgung.
    • Kampagnen, um das öffentliche Umweltbewusstsein, die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen, den Umweltschutz und ökofreundliche Lösungen in der Landwirtschaft zu fördern.

     

    Projektfortschritt

    Zwar gingen die Anschläge durch Boko Haram im Jahr 2025 leicht zurück, doch Konflikte zwischen Bauern und Hirten verschärfen die Notlage der Bevölkerung im Projektgebiet. Der Klimawandel mit heftigeren Überschwemmungen und Dürren wirken sich negativ auf die Landwirtschaft aus. Diese ist für die meisten Menschen im Projektgebiet die wichtigste Lebensgrundlage. Weiter haben Bergbauaktivitäten die kleinbäuerliche Landwirtschaft beeinträchtigt, und Konflikte um Land nehmen zu. Zudem fallen die Preise für landwirtschaftliche Produkte stetig – während Kosten für Dünger und andere wichtige Güter sowie für Schulgebühren ansteigen.

    Das Katastrophenhilfe-Team unserer Partnerkirche EYN engagierte sich mit Schulungen für Landwirt*innen und Gemeinden und im Bereich Aufforstung, mit Baumschulen und Baumpflanzungen. Zudem wurden Bohrungen und Installationen von solarbetriebenen Brunnen vorgenommen.

    Der Verein zur Förderung von Naturheilprodukten und Naturressourcen (AsProNMeR) konzentrierte sich auf den Einsatz effizienter Holzkochöfen und erreichte damit weitere 160 Haushalte. Die Herstellung von Holzkohlebriketts aus organischen Abfällen half mit, Brennholzverbrauch und Holzschlag zu reduzieren. AsProNMeR arbeitet zur Bekämpfung der Entwaldung mit Regierungsbehörden zusammen, als Teil der Advocacy-Komponente des Projekts. Beim Bau energieeffizienter Holzöfen wurden auch Frauen einbezogen, was ihnen die Möglichkeit gab, Entscheidungsrollen zu übernehmen.

    Die Projektaktivitäten konnten zwar zu einem Teil die Verringerung der Bodenfruchtbarkeit und die Entwaldung lindern. Um den Negativeffekt zu kompensieren und zu überwinden braucht es aber eine Verstärkung der Aktivitäten.

    Alternative Karte

    Nigeria

    • 224 Millionen Einwohner*innen
    • 30,9% der Bevölkerung leben von weniger als $2.30 pro Tag
    • 70% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft

     

    Projektbudget 2026 aktuell

    CHF 88’000

    jacqueline

    Jacqueline Brunner

    Teamleitung Kirchliche Partnerschaften

    Tel. 061 260 23 37
    ► E-Mail

    csm angelika weber bd226cb937

    Angelika Weber

    Programmverantwortliche Kamerun und Nigeria
    Tel: +41 (0)61 260 22 65
    ► E-Mail

    Hoffnung dank Ihrer Unterstützung

    Mission 21
    Evangelisches Missionswerk Basel

    Postfach 270
    Missionsstrasse 21
    4009 Basel, Schweiz
    Tel.: +41 (0)61 260 21 20
    info@mission-21.org

    Spendenkonto Schweiz:
    IBAN: CH58 0900 0000 4072 6233 2
    Steuerbefreiungsnummer:
    CHE-105.706.527

    Spendenkonto Deutschland:
    Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
    Swift-BIC: SKLODE66
    BLZ: 683 500 48
    IBAN: DE39 6835 0048 0001 0323 33
    Konto Nr. : 1032333

    Nach oben blättern