Nigeria, Bildung

Programmentwicklung und Koordination in Nigeria

Projektnummer: 162.1010

Seit 60 Jahren unterhält Mission 21 in Nigeria Projekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Existenzsicherung, Landwirtschaft und interreligiöser Dialog. In den letzten Jahren kamen Friedensförderung sowie Nothilfe und Wiederaufbau hinzu. Die Projekte werden von Partnerorganisationen vor Ort lanciert und durchgeführt. Sie tragen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung bei. Um Hilfe leisten zu können, brauchen die Partner gut ausgebildete Mitarbeitende. Mission 21 unterstützt die Aus- und Weiterbildung von Personal. Für eine wirkungsvolle Arbeit müssen die verschiedenen Projekte und Organisationen ausserdem vernetzt und aufeinander abgestimmt sein. Seit 2015 fungiert aus diesem Grund Dr. Yakubu Joseph vor Ort als Koordinator. Er ist die Schnittstelle zwischen Hilfsorganisationen in Nigeria und den Programmverantwortlichen vor Ort und Mission 21 in Basel.

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Beiträge aus dem Netzwerk von Mission 21 sind hier zu finden: #zeichenderhoffnung

Hintergrundinformation

Nach Jahren verschiedener Militärdiktaturen hat Nigeria erstmals eine demokratisch gewählte Regierung. Das Land ist reich an Bodenschätzen, die aber nicht zu einer breiten wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen haben. Vom Reichtum profitiert nur eine kleine Elite. Seit 2010 wird Nigerias Nordosten von Anschlägen und Entführungen durch die dschihadistische Terrormiliz Boko Haram heimgesucht. Über zwei Millionen Menschen sind aus der Konfliktregion geflohen, Tausende wurden getötet oder schwer verletzt, darunter viele Kinder. Seit Ende 2015 hat sich die Sicherheitslage vorübergehend stabilisiert, doch die Versorgung der Bevölkerung ist prekär.

Zusammen mit ihren Partnerorganisationen führt Mission 21 Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe durch. Dabei sind qualifiziertes Personal und die Vernetzung die Hauptvoraussetzungen, um Bedürftige effizient zu erreichen. Das Projekt zur Programmentwicklung und Koordination dient der Steuerung und Wirkungsmessung der Aktivitäten vor Ort. Dank der Koordination können die Projekte zielgerichtet weiter entwickelt werden, Programmkomponenten und Projektpartner lassen sich sinnvoll verknüpfen und der regelmässige Austausch mit Mission 21 in Basel ist gewährleistet. Zusammen mit der strategischen Personal- und Organisationsentwicklung erhöht dies die Effizienz und die Wirksamkeit der Arbeit vor Ort.

Projektziele

Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Qualität der Projekte, die im Nordosten Nigerias durchgeführt werden. Der Einsatz eines Landeskoordinators verbessert den Austausch zwischen Mission 21 in Basel und den verschiedenen Partnern, wie auch anderen relevanten Akteuren vor Ort. So werden der Kommunikationsfluss und das Programmanagement effizienter, und Mission 21 kann gezielter auf die Bedürfnisse vor Ort reagieren. Das Projekt vernetzt zudem verschiedene Akteure innerhalb des Projektgebiets und fördert Aus- und Weiterbildung von kompetentem und gut qualifiziertem Personal der Partner vor Ort. So können diese ihre sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben effizient wahrnehmen und selbstständig nachhaltige und wirkunsvolle Projekte umsetzen.

Zielgruppen

Die Zielgruppe des Projekts besteht aus den fünf Partnerorganisationen, mit denen Mission 21 durch die Koordinationsstelle zusammenarbeitet (siehe Links weiter unten). Zusätzliche Zielgruppe sind weitere Partnerorganisationen von Mission 21 in Afrika, denen die thematische Beratung zu den Themen Friedensförderung sowie Nothilfe und Wiederaufbau offenstehen.

Aktivitäten

• Monitoring der implementierten Projekte (Planung, Implementierung, Risikomanagement, Berichtswesen, Evaluation)

• Koordination von Weiterbildungsangeboten

• Workshops zu professioneller Planung, Durchführung und Begleitung von Projekten

• Schulungen in fachspezifischen Themenfeldern in Sinne einer strategischen Personal- und Organisationsentwicklung, welche die Partnerorganisationen als Ganzes stärkt

• Rekrutierung und Führung von Mitarbeitenden vor Ort

• Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit; Fundraising

• Beratungstätigkeit zu den Themen Friedensförderung sowie Nothilfe und Wiederaufbau für andere Partner von Mission 21 in Afrika

Projektfortschritt

Dank des Koordinationsbüros in Nigeria können die verschiedenen Projekte professionell und nachhaltig realisiert werden. Besonders in der aktuellen Konfliktsituation in der Projektregion ist es wichtig, verlässliche und kompetente Partner vor Ort zu haben, damit gemeinsam und flexibel auf neue Herausforderungen reagiert werden kann. Das Koordinationsbüro hilft Mission 21 zudem, die Veränderungen der Lage in Nigeria besser zu verfolgen, Spenden dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden, und den Projektpartnern bestmögliche Unterstützung bei der Durchführung von Projekten und der Personalentwicklung zu garantieren.