Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu feiert 90. Geburtstag

Desmond Tutu wurde am 7. Oktober 1931 geboren. Seit Jahrzehnten engagiert sich der südafrikanische Bischof für Menschenrechte und Frieden, vor allem für die Abschaffung der Apartheid in Südafrika. Für seinen unermüdlichen Einsatz erhielt er 1984 den Friedensnobelpreis.

Viele Zeitungen und Publikationen würdigen in diesen Tagen den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Weder zur Zeit der Apartheid noch danach nahm der anglikanische Bischof Rücksicht auf politische Befindlichkeiten. So wurde er bekannt für klare Worte verbunden mit Humor und einer tiefen Spiritualität.

Desmond Tutu lenkte über Jahrzehnte die nationale und internationale Aufmerksamkeit auf die Ungerechtigkeiten der Apartheid. Er betonte den gewaltfreien Protest und ermutigte dazu, wirtschaftlichen Druck auf Südafrika auszuüben. Nach dem Ende der Apartheid bemühte sich die Wahrheits- und Versöhnungskommission unter dem Vorsitz von Tutu ab 1996 darum, die zahlreichen begangenen Verbrechen aufzuklären.

Wichtige Stimme für afrikanische Kirchen

Auch heute ist Desmond Tutu ein Vorbild und wird als wichtige Stimme wahrgenommen. Er setzt sich unter anderem auch für die Rechte homosexueller Menschen in Afrika ein. Für die afrikanischen Partnerkirchen von Mission 21 ist er eine wichtige Stimme.

Sein Einsatz für Frieden und Versöhnung ist beispielhaft und auch für Mission 21 wegweisend. Mission 21 setzt sich als Teil der Weltweiten Kirche für Gerechtigkeit, Religionsfreiheit und Frieden ein, beispielsweise durch Friedens- und Versöhnungsarbeit im Südsudan. Bei der Friedensförderung und Versöhnungsarbeit werden alle Ethnien berücksichtigt und miteinbezogen und Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten angesprochen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Frauen und Jugendlichen.

Würdigung und Wertschätzung

Seine Arbeit wird auch heute hochgeschätzt und wirkt weiter. Das zeigt unter anderem eine Online-Tagung der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (D). Mit prominenten Referent*innen wird thematisiert, wie das Vorbild Desmond Tutu in der Arbeit zu aktuellen Herausforderungen, konkret der Klimakrise und der Gender-Gerechtigkeit, wirksam werden kann. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, am Samstag, 13. November, 10-16 Uhr (vgl. Link).


► Spannendes Porträt über Desmond Tutu, auf der Website unseres Partnerwerks Evangelische Mission Weltweit (EMW) 

► Ausführliches Dossier auf der EMW-Website zu Desmond Tutu

► Internationale Tagung zu Desmond Tutu am 13.11.21

► Friedensförderung – ein wichtiger Wirkungsbereich von Mission 21