Kontinental, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Asien

Projektnummer: 225.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 in Indonesien, Malaysia und Hongkong-China gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet. Damit wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass Ihre Spende in jene Projekte fliesst, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden vermieden.

Hinweis: Informationen zur Projektarbeit im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie in unseren News.

Beiträge aus dem Netzwerk von Mission 21 sind hier zu finden: #ZeichenDerHoffnung

Hintergrundinformationen

In Indonesien, Malaysia und Hongkong erfährt die Demokratisierung Rückschläge. Lokale und regionale Konflikte brechen aus. Ursachen sind strukturelle Gewalt und Ungerechtigkeit: Armut und eine extrem ungleiche Verteilung von Gütern, Diskriminierung von Frauen, ethnischen und religiösen Minderheiten sowie Korruption und Machtmissbrauch. Grundlegende Rechte wie das Recht auf Bildung, Gesundheit oder freie Religionsausübung sind eingeschränkt oder werden gar verweigert.

Mission 21 stellt die Förderung von Frauen, die interreligiöse Zusammenarbeit und glaubwürdige Institutionen ins Zentrum. Dazu drei Beispiele: Im länderübergreifenden Projekt Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und Kinder werden betroffene Frauen und Kinder unterstützt und geschützt. Zu den Aktivitäten gehören Begleitung bei häuslicher Gewalt, Frauenhäuser, Schulen für Migrantenkinder in Sabah (Malaysia), Beratung und Unterstützung indonesischer Arbeitsmigrantinnen sowie Ausbildungsstipendien für Mädchen, denen die Verheiratung im Kindesalter droht. Im Projekt Erwerbseinkommen für Frauen erwirtschaften über 500 Frauen mit Flecht-, Textil- und Essprodukten zusätzliches Einkommen, was den Schulbesuch ihrer Kinder erleichtert und sie bei Notlagen absichert. Aus jedem Franken, der in das Projekt fliesst, erwirtschaften die Frauen mehr als zwei Franken Einkommen. In der interreligiösen Friedensarbeit in Indonesien beugen junge Erwachsene der zunehmenden Intoleranz und Radikalisierung vor und treten in Jugendcamps, Schulen, Universitäten sowie in öffentlichen Kampagnen und in den sozialen Medien für ein friedliches Miteinander ein.

Programmziele

Strukturelle und physische Gewalt und damit verbundene Einschränkungen grundlegender Rechte schwächen Gemeinschaften und hindern insbesondere Frauen daran, ihr Potential auszuschöpfen. Massnahmen in den Kernbereichen Bildung, Friedensförderung und Einkommensförderung stärken Frauen und ihre Gemeinschaften bei der Überwindung von Konflikten, Gewalt und Ungerechtigkeit und tragen somit zu einem menschenwürdigeren Leben bei. Damit verbunden ist ein gesellschaftlicher Wandel, der von Partnerorganisationen, ihren Netzwerken sowie den Menschen in ihrem Umfeld ausgeht. Menschen werden befähigt, ihre Lebensumstände zu verbessern, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren und Veränderungen für ein friedliches Zusammenleben und eine nachhaltige Entwicklung vorzunehmen.

Projekte

Projekte in Indonesien und Malaysia

► Stärkung von Basisgemeinschaften (Indonesien)

► Erwerbseinkommen für Frauen (Indonesien)

► Interreligiöse Zusammenarbeit für Frieden und Gerechtigkeit (Indonesien)

► Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und Kinder (Indonesien und Malaysia)

► Berufsausbildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche (Indonesien und Malaysia)

► Fachkräfte ausbilden - Kompetenzen stärken (Indonesien und Malaysia)

► Führungskräfte für eine weltoffene Gesellschaft (Malaysia)

 

Projekte in Hongkong

► Soziale Gerechtigkeit für Migrantinnen und Industriearbeiter

► Universitäre Ausbildung für ein China im Wandel

 

Projekte in China

► Kaderentwicklung für ein China im Wandel

Vor Ort

Seit 2012 ist Joyce Manarisip aus Indonesien Koordinatorin des Kooperationsprogramms. Mit zwei Angestellten unterstützt sie in Jakarta die Umsetzung des Programms vor Ort, begleitet unsere Partnerorganisationen und fördert die gegenseitige Zusammenarbeit.

 

Der Theologe Tobias Brandner lebt mit seiner Familie seit 1996 in Hongkong. Er arbeitet als Associate Professor für Theologie am Chung Chi College der Chinese University of Hongkong und ist nebenamtlich Gefängnisseelsorger.

 

Daniel Gloor unterrichtet seit 1999 als Dozent am Theologischen Seminar Sabah (STS) in Kota Kinabalu, Malaysia. 2009 bis 2013 war er Dozent an der Universidad Bíblica Latinoamericana (UBL) in Costa Rica. Seit 2013 lehrt er wieder am STS.

 

Ueli Knecht reist regelmässig als Berater für die Einkommensförderungsprojekte nach Borneo. Von 2009 bis 2012 war als ökumenischer Mitarbeiter in Borneo und kennt die Situation dort bestens.

Einsätze im PEP-Programm

In regelmässigen Abständen unterstützen junge Frauen und Männer aus der Schweiz die Projektarbeit in Hongkong über das PEP!-Programm von Mission 21.

weitere Informationen zu Einsatzmöglichkeiten für junge Leute