Kamerun, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Kamerun

Projektsumme: CHF 660'192
Projektnummer: 134.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 in Kamerun gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet. Damit wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass Ihre Spende in jene Projekte in Kamerun fliesst, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so vermieden.

Hintergrundinformationen

2010 hatte sich Kamerun Ziele zum Wirtschaftswachstum gesetzt, die innert drei bis vier Jahren erreicht werden sollten. Kamerun gilt wegen grassierender Korruption, Missmanagement und intransparenten Gerichtsverfahren als eines der wirtschaftsfeindlichsten Länder der Welt. Ausserdem wird die Diskrepanz zwischen Reichen und Armen immer grösser. Die Folgen sind soziale Spannungen und eine zunehmende Bedrohung für den Frieden innerhalb des Landes, nicht nur wegen Boko Haram im Norden des Landes, sondern vor allem wegen der Krise in den anglophonen Provinzen.

Seit 2016 ist Kamerun zudem von Unruhen geprägt. Es geht um eine Auseinandersetzung der Zentralregierung mit der englischsprachigen Bevölkerung in der Süd- und Nordwestregion Kameruns und um deren Bestrebungen um Unabhängigkeit. Vor, während und auch nach den Wahlen im Oktober 2018 nahmen diese Spannungen an Intensität zu und verhinderten  eine Wahlbeteiligung der meisten Menschen in den anglophonen Gebieten.

Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), die Protestant University of Central Africa (PUCA) und Aid International Christian Women of Vision (AIChrisWov) leisten einen wichtigen Beitrag zu einer qualifizierten Wertediskussion in der Gesellschaft. Diese Partnerorganisationen von Mission 21 verhelfen durch ihre Projekte vielen Menschen in Kamerun zu einem Leben in Würde und gehen mit gutem Beispiel voran.

Programmziele

  • Theologische Ausbildung: Pfarrer, Pfarrerinnen sowie Absolventen und Absolventinnen der theologischen Fakultät der PUCA und des PTS sind in der Lage, sich auf ökumenischer Grundlage mit Glaubensthemen und gesellschaftlichen Themen kritisch auseinanderzusetzen.

  • Gesundheitsbereich: Der Fokus liegt auf Basisgesundheitsversorgung und Spitälern im ländlichen Raum sowie auf der HIV- und Aids-Arbeit.

  • Einkommensförderung: Die Zielbevölkerung erwirbt durch verschiedene Trainings neue Fertigkeiten und Kenntnisse, um die Familieneinkommen nachhaltig zu verbessern und zu steigern.

  • Nothilfe und Wiederaufbau: Nothilfe in Form von Nahrungsmittelhilfe, medizinischer Betreuung sowie der Ausgabe von Zelten, Decken etc. In einer zweiten Phase wird Wiederaufbauhilfe geleistet.