Kamerun, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Kamerun

Projektsumme: CHF 660'192
Projektnummer: 134.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 in Kamerun gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet. Damit wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass Ihre Spende in jene Projekte in Kamerun fliesst, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so vermieden.

Hintergrundinformationen

2010 hatte sich Kamerun Ziele zum Wirtschaftswachstum gesetzt, die innert drei bis vier Jahren erreicht werden sollten. Vor allem wollte man neue Arbeitsplätze schaffen und die Armut reduzieren. Diese Vorgaben wurden bis heute nicht erfüllt. Kamerun gilt wegen grassierender Korruption, Missmanagement und intransparenten Gerichtsverfahren als eines der wirtschaftsfeindlichsten Länder der Welt. Ausserdem wird die Diskrepanz zwischen Reichen und Armen immer grösser. Die Folgen sind soziale Spannungen und eine zunehmende Bedrohung für den Frieden innerhalb des Landes, auch weil die aus Nigeria stammende islamistische Terrororganisation Boko Haram seit einigen Jahren im Norden von Kamerun wütet.

Seit 2016 ist Kamerun zudem von Unruhen geprägt. Es geht um eine Auseinandersetzung der Zentralregierung mit der englischsprachigen Bevölkerung in der Süd- und Nordwestregion Kameruns und um deren Bestrebungen um Unabhängigkeit.

Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), die Protestant University of Central Africa (PUCA) und Aid International Christian Women of Vision (AIChrisWov) leisten einen wichtigen Beitrag zu einer qualifizierten Wertediskussion in der Gesellschaft. Diese Partnerorganisationen von Mission 21 verhelfen durch ihre Projekte vielen Menschen in Kamerun zu einem Leben in Würde und gehen mit gutem Beispiel voran.

Seit April 2016 werden alle von Mission 21 unterstützten Projekte in Kamerun durch den Koordinator Lumumba Mukong betreut. Er hat in England seinen Master in Agrarökonomie gemacht und anschliessend für verschiedene NGOs in Kamerun gearbeitet.

Projektziele

  • Theologische Ausbildung: Pfarrer, Pfarrerinnen sowie Absolventen und Absolventinnen der theologischen Fakultät der PUCA und des PTS sind in der Lage, sich auf ökumenischer Grundlage mit Glaubensthemen und gesellschaftlichen Themen kritisch auseinanderzusetzen.

  • Gesundheitsbereich: Der Fokus liegt auf Basisgesundheitsversorgung und Spitälern im ländlichen Raum sowie auf der HIV- und Aids-Arbeit.

  • Einkommensförderung: Die Zielbevölkerung erwirbt durch verschiedene Trainings neue Fertigkeiten und Kenntnisse, um die Familieneinkommen nachhaltig zu verbessern und zu steigern.