Kamerun, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Kamerun

Projektnummer: 134.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 in Kamerun gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet. Damit wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass Ihre Spende in jene Projekte in Kamerun fliesst, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so vermieden.

Hintergrundinformationen

Bereits 2010 hatte sich Kamerun Ziele zum Wirtschaftswachstum gesetzt, die innert drei bis vier Jahren erreicht werden sollten, die aber bis heute nicht erfüllt sind. Kamerun gilt wegen Korruption, Missmanagement und intransparenten Gerichtsverfahren als eines der wirtschaftsfeindlichsten Länder der Welt. Die Diskrepanz zwischen Reichen und Armen wächst. Die Folgen sind soziale Spannungen und eine zunehmende Bedrohung für den Frieden, auch weil die aus Nigeria stammende islamistische Terrororganisation Boko Haram im Norden Kameruns Gewalttaten verübt.

Seit 2016 ist Kamerun von bürgerkriegsähnlichen Zuständen geprägt. Es geht um eine Auseinandersetzung der Zentralregierung mit der englischsprachigen Bevölkerung in der Süd- und Nordwestregion Kameruns. Die staatliche Armee bekämpft Gruppen von Separatisten mit Härte, die Bevölkerung leidet unter dem Konflikt. Ende 2018 wurden bis zu 500‘000 Binnenflüchtlinge in den anglophonen Regionen gezählt. Um unmittelbare Nothilfe zu leisten, hat Mission 21 2018 ein Nothilfeprogramm lanciert.

Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), die Protestant University of Central Africa (PUCA) und Aid International Christian Women of Vision (AIChrisWov) tragen zu einer qualifizierten Wertediskussion in der Gesellschaft bei. Diese Partnerorganisationen von Mission 21 verhelfen durch ihre Projekte vielen Menschen in Kamerun zu einem Leben in Würde und gehen mit gutem Beispiel voran.

Programmziele

  • Theologische Ausbildung: Pfarrer, Pfarrerinnen sowie Absolventen und Absolventinnen der theologischen Fakultät der PUCA und des PTS sind in der Lage, sich auf ökumenischer Grundlage mit Glaubensthemen und gesellschaftlichen Themen kritisch auseinanderzusetzen und einen Beitrag für die Entwicklung des Landes zu leisten.

  • Gesundheitsbereich: Der Fokus liegt auf Basisgesundheitsversorgung und Spitälern im ländlichen Raum sowie auf der HIV- und Aids-Arbeit.

  • Einkommensförderung: Die Zielbevölkerung erwirbt durch verschiedene Trainings neue Fertigkeiten und Kenntnisse, um die Familieneinkommen nachhaltig zu verbessern und zu steigern. 

Vor Ort

Seit April 2016 betreut der Koordinator Lumumba Mukong alle von Mission 21 unterstützten Projekte in Kamerun. Er hat in England seinen Master in Agrarökonomie gemacht und anschliessend für verschiedene NGOs in Kamerun gearbeitet.