Tansania, Bildung

Programmentwicklung und Koordination in Tansania

Projektsumme: CHF 184'000
Projektnummer: 186.1005

Mission 21 unterhält in Tansania Beziehungen zu zwei grossen Kirchen und unterstützt 16 Einzelprojekte in einem umfangreichen Programm zur Förderung von Bildung und Gesundheit. Ein Koordinationsbüro unter der Leitung der erfahrenen Agraringenieurin Claudia Zeising stellt sicher, dass die vielfältigen sozialen Aktivitäten unserer Partnerkirchen eine breite Wirkung entfalten. Eng damit verbunden ist das so genannte «Capacity Development». Damit werden die Partnerkirchen darin unterstützt, ihre Aufgaben unabhängig und selbständig zu erfüllen.

Hintergrundinformationen

Der Südwesten Tansanias ist eine sehr ländliche Region, die von grosser Armut geprägt ist. 80 Prozent der Bevölkerung leben als Bauern. Ihre Erzeugnisse reichen meist gerade, um die eigene Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Ausreichende finanzielle Erträge generieren nur die wenigsten mit der Landwirtschaft. Die beiden Partnerkirchen von Mission 21, die Südwest- und die Südprovinz der Herrnhuter Brüdergemeine in Tansania, sind in dieser Gegend stark sozial engagiert. Neben verschiedenen Bildungseinrichtungen unterhalten sie Spitäler und umfangreiche Waisenkinder-, Frauen- und HIV-Projekte. Zu dieser Arbeit leistet Mission 21 durch ihr Koordinationsbüro vor Ort einen wichtigen Beitrag: Die Agraringenieurin Claudia Zeising stärkt die Fähigkeiten der Projektverantwortlichen und der Partnerorganisationen insgesamt. Sie hilft bei der Vernetzung und bildet eine Brücke zwischen den Akteuren vor Ort und Mission 21 in Basel. Das Büro koordiniert umfassende Aus- und Weiterbildungsmassnahmen, einschliesslich eines Stipendienprogramms. Durch die Arbeit des Koordinationsbüros können in Tansania wichtige Netzwerke mit Akteuren ausserhalb unserer Partnerorganisationen aufgebaut werden. Sie fördern gegenseitige Lern- und Austauschprozesse und ermöglichen Synergien in der gemeinsamen Arbeit.

Projektziele

Die Koordinatorin hat eine Brückenfunktion zwischen den Partnerorganisationen in Tansania und Mission 21 in Basel. Hauptziele sind Sicherstellung des Informationsflusses, Programm-Management und Netzwerkarbeit. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Kapazitätsentwicklung für die Partner («Capacity Development»). Dadurch werden die personellen und institutionellen Kapazitäten unserer tansanischen Partnerorganisationen gestärkt.

Zielgruppe

Projektveranwortliche und Leitungspersonen der Moravian Church in Tanzania (Southwest und Southern Province).

Aktivitäten

Koordination:

  • Repräsentation von Mission 21 in Tansania und Pflege der Partnerbeziehungen

  • Programmmanagement mit den Schwerpunkten Wirkungsorientierung und Nachhaltigkeit

  • Koordinierung von Massnahmen zur Organisations- und Personalentwicklung in unseren Partnerorganisationen

  • Kontaktpflege und Netzwerkarbeit mit anderen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit vor Ort

  • Förderung der Vernetzung und Kooperation der Partnerorganisationen sowie des periodischen Wissens- und Erfahrungsaustauschs

  • Mitwirkung an Öffentlichkeitsarbeit, Advocacy (Fürsprache) und Fundraising

Capacity Development:

  • Spezialisierte Weiterbildungen im Bereich Projektmanagement für Verantwortliche in Entwicklungsprojekten

  • Managementtraining für Mitglieder der Kirchenleitungen

  • Einzelstipendien

  • Good-Governance/Anti-Korruptionsschulungen

  • Vernetzungstreffen unterschiedlicher Akteure

Projektfortschritt

Das im Oktober 2014 eingerichtete Kooperationsbüro hat sich in kurzer Zeit zu einer wichtigen Anlaufstelle für Verantwortliche in Projekten und Kirchen entwickelt. Die Arbeit von Claudia Zeising trägt dazu bei, dass die  Projekte unserer Partner professionell und nachhaltig durchgeführt werden. 2016 wurde eine Fülle von Schulungen und Weiterbildungen im Bereich Projektmanagement für verschiedene Teilnehmergruppen durchgeführt sowie Einzelstipendien vergeben. Tansanische Studierende konnten akademische Studien im Bereich Theologie, Pädagogik, Finanzmanagement oder Human Resources abschliessen und sind so für Leitungsaufgaben in unterschiedlichen Bereichen der kirchlichen Arbeit gut vorbereitet. Einen Schwerpunkt bildete auch die gemeinsame Erarbeitung von Richtlinien zu Transparenz und zur Bekämpfung von Korruption. Entsprechende Verhaltensrichtlinien («Code of Conduct») wurden in beiden Kirchen verbindlich für alle Mitarbeitenden erlassen. Die Arbeit im 2017 baute auf diesen Resultaten auf.