Südsudan

Im Südsudan liegt ein Schwerpunkt der Arbeit von Mission 21 auf der Friedensförderung. Zudem unterstützt Mission 21 gemeinsam mit ihrer Partnerkirche die Bevölkerung mit Projekten für bessere Schul- und Berufsbildung sowie im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft und Existenzsicherung.

 

Mitten im Krieg am Frieden bauen

Die Friedensarbeit ist in der aktuellen Situation im Südsudan zentral: Bis zu 400 000 Menschenleben hat der Bürgerkrieg bisher gefordert, der Ende 2013 im jüngsten Staat der Welt ausgebrochen ist. Etwa 4,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sind auf der Flucht vor Überfällen, Massakern, Vergewaltigung und Zerstörung. Der Bürgerkrieg frisst sich durch das ganze Land, mit zunehmender Aufspaltung der Konflikte zwischen Stammesgruppen, verbleibenden Regierungstruppen und lokalen Milizen und ihren unterschiedlichen Machtinteressen.

 

Hungersnot quält die Menschen

Als Folge des Machtkampfs verstärkt eine menschengemachte Hungersnot in vielen Landesteilen das Elend. Manche Regionen sind stark von Dürre betroffen, doch die Regierung behindert die Arbeit internationaler Organisationen in diesen Regionen. Die Inflation ist hoch, doch die Lebensmittel wurden nicht günstiger, so dass die Menschen sich kaum noch das Nötigste leisten können. Staatliche Strukturen sind weitgehend zusammengebrochen, so auch Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Nach über 40 Jahren Bürgerkrieg wünschen sich die Menschen im Südsudan nichts sehnlicher, als endlich in Frieden zu leben.

 

Aktionsplan für Frieden

Mission 21 unterstützt das Friedensengagement ihrer Partnerkirche, der Presbyterianischen Kirche des Südsudan (PCOSS) sowie des Südsudanesischen Kirchenbunds (SSCC), der 2016 den «Aktionsplan für Frieden» lanciert hat. Der Aktionsplan für Frieden ist eine landesweite Initiative der Kirchen. Er ist vielleicht die letzte Chance auf Frieden und neue Entwicklung im Südsudan.

 

Bildung für die Zukunft

Unsere Partnerkirche, die Presbyterianische Kirche des Südsudan (PCOSS), ursprünglich beheimatet in der stark betroffenen Region Greater Upper Nile, handelt dort, wo ihre Kirchenmitglieder sind – auch wenn diese in andere Landesteile flüchten mussten. Die Geflüchteten befinden sich vor allem in der Hauptstadt Juba und in Flüchtlingslagern rund um die südsudanesische Grenze. Mit beeindruckender Flexibilität hat die Kirche dort ihre Projekte wieder aufgenommen. Sie leistet mit grossem Engagement Hilfe, insbesondere in der Friedens-, Versöhnungs- und Traumaarbeit und in der Bildung, aber auch bei der landwirtschaftlichen Existenzsicherung oder bei der Ausbildung von Hebammen und von Pastoren als zukünftige Seelsorger und Friedensbotschafter.

 

Der Glaube an Frieden und Wiederaufbau

Der Südsudanesische Kirchenbund (SSCC) erreicht mit seinen sieben grossen Mitgliedskirchen und interkirchlichen Gremien die Menschen überall im Land, auch an der Basis. Die Kirchen geniessen als einzige Institution noch das Vertrauen der Bevölkerung und vermitteln über die Gemeinde- und Projektarbeit das Vorbild eines Lebens in Einheit und Versöhnung. So tragen unsere Partnerkirchen wesentlich dazu bei, dass die Menschen im Südsudan nicht aufgeben und den Glauben an Frieden und die Kraft für einen Wiederaufbau nicht verlieren.