Produkte-Set von Frauen aus Sabah/Malaysia

Die Kalebasse hat ein Set aus Sabah/Malaysia zusammen gestellt, das Sie für Ihren Basar, Suppentag oder einen Anlass rund um den Weltgebetstag 2012 bereits jetzt vorbestellen können. Hergestellt werden die traditionell geflochtenen Kunsthandwerksprodukte in Projekten von zwei Partnerkirchen von mission 21. Der Verkauf der Produkte fördert den Erhalt der traditionellen Kultur und ermöglicht den Frauen ein Zusatzeinkommen zur Landwirtschaft. Mit dem Kauf dieser Produkte können die Frauen gezielt unterstützt werden.

Als Kirchgemeinde oder Frauengruppe können Sie das Produkteset aus Sabah/Malaysia ab sofort reservieren, ab Februar 2012 wird es zusammen mit Informationsmaterial über die Produzentinnen und den kulturellen Hintergrund der Produkte geliefert. Sie gehen dabei kein Risiko ein: nicht verkaufte Produkte können Sie an die Kalebasse zurück schicken und vom Erlös der verkauften Produkte bleiben 20% bei Ihnen.

Insbesondere für Bestellungen anlässlich des Weltgebetstags am 2. März 2012 lohnt sich eine frühzeitige Reservation unter information@ich-will-keinen-spamkalebasse.ch oder +41 (0)61 260 22 78.

» Zum Projekt Fairer Handel mit Handwerksprodukten

» Mehr zum Weltgebetstag 2012

Adventskalender-Nachlese

Bei unserem Adventskalender gab es jeden Tag etwas zu hören, zu lesen oder zu gewinnen. Wir freuen uns über die vielen Interessierten, die hinter die Türchen geschaut haben! Elisabeth Wüest hat dabei ein Foto auf Leinwand gewonnen. Unter mehreren Motiven aus unserer Herbstkampagne «Frauen mit einer Mission!» hat sie sich für dieses Familienhaus in Tinangol, Sabah entschieden. «Ich habe dieses Bild ausgewählt, weil im Vergleich so gut zu sehen ist, wie privilegiert wir in der Schweiz wohnen können. Gerne werde ich es auch mit unsern Enkelkindern ansehen!»

Kleine Schritte für mehr Gerechtigkeit

Bei der Herbstkampagne 2011/2012 «Frauen mit einer Mission!» rückt mission 21 benachteiligte Frauen im Weltsüden in den Fokus, zeigt aber auch, wo Frauen schon stark sind.

Warum Frauen weltweit Unterstützung brauchen, welche Rolle mission 21 dabei einnimmt und wie das Thema zu Kirchgemeinden hier in der Schweiz kommt, dazu hat Doro Adrian Mitarbeitende von mission 21 befragt:

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Projekt des Monats Januar: Solidarisch handeln in Chile

Chile gehört zwar zu den Ländern Lateinamerikas mit dem höchsten Wirtschaftswachstum, doch davon profitieren fast nur die Reichen. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist vom Wohlstand ausgeschlossen. Das ökumenische Ausbildungszentrum «Centro Ecuménico Diego de Medellín» (CEDM), Partner von mission 21, setzt sich seit seiner Gründung 1982 für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, für einen respektvollen Umgang mit der Umwelt und für Frieden ein.

» Erfahren Sie mehr über unser Projekt in Chile

«Jeder Mensch ist heilig!» - Der nigerianische Friedensforscher Yakubu Joseph zu den Anschlägen in Nigeria.

Yakubu Joseph, mit dem blutigen Anschlag auf die Sankt Teresa-Kirche in Madalla nördlich der nigerianischen Hauptstadt Abuja am 25. Dezember 2011 löste Boko Haram weltweit Entsetzen aus. Auch in Jos im östlichen Zentralnigeria, wo Sie sich momentan befinden, haben die Extremisten eine Kirche und Christen angegriffen. Wie ist die Situation vor Ort? 
Wir rechneten zwar mit Anschlägen am Weihnachtstag. Trotzdem ist diese Bluttat besonders verstörend. Wir verbrachten Weihnachten in Angst und spüren noch immer das Nachbeben. Die Menschen trauen sich nicht, nach draussen zu gehen und sich frei zu bewegen. Der Präsident des Dachverbands der Kirchen in Nigeria, Ayo Oritsejafo, soll muslimische Führer und traditionelle Herrscher pauschal für die Anschläge an Weihnachten mitverantwortlich gemacht haben. Sie würden den Terror nicht scharf genug verurteilen, wird Oritsejafo, der Gründer einer Pfingstkirche, zitiert.

Hat es nach den Anschlägen von Boko Haram von christlich-fundamentalistischer Seite Racheakte gegeben?
Nein, im Gegenteil: In der zerbombten Kirche in Madalla hat ein Gottesdienst mit viel Prominenz stattgefunden, darunter der Sultan von Sokoto, Mohammed Saad Abubakar (der geistliche Führer der Muslime in Nigeria, Anm. d. Red.), der Senats-Präsident David Mark und auch der frühere nigerianische Präsident Olusegun Obansanjo. Sie bezeugen mit ihre Teilnahme an der Feier: Dies ist ein Krieg, den die Verfechter einer terroristischen Ideologie gegen Nigeria führen und wir Christen und Muslime müssen uns dagegen zusammentun. Boko Haram darf uns nicht gegeneinander aufstacheln. Der Sultan von Sokoto soll nach einem längeren Gespräch mit dem nigerianischen Präsidenten Jonathan Goodluck gesagt haben: Es gehe nicht um einen «Konflikt zwischen Muslimen und Christen», sondern zwischen «bösen und guten Menschen». Ich kann nichts mit der Vorstellung anfangen, dass es gute und böse Menschen geben soll. Aber unschuldige Menschen angreifen, bombardieren und töten ist inakzeptabel. Denn jedes Menschenleben ist heilig. Doch dies bedeutet Boko Haram nichts, eine Gruppe von Leuten, die Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ideologie anwenden. Ich glaube allerdings nicht, dass sie damit bei der Bevölkerung punkten. In Madalla wurden ganze Familien ausgelöscht, niemand wird das akzeptieren.

Spielt es eine Rolle, dass der nigerianische Präsident aus dem mehrheitlich christlichen Süden stammt und gleichzeitig der oberste Befehlshaber von Armee und Polizei ist?
Wir haben keine Sicherheitskräfte, die im Namen eines christlichen Präsidenten handeln. In Polizei und Armee gibt es Christen und Muslime. Sie handeln auf staatliches Geheiss und haben eine äusserst schwierige Aufgabe. Sie vergelten Gewalt mit Gegengewalt und sind dabei nicht sonderlich erfolgreich. Wir haben es mit einer asymmetrischen Kriegsführung zu tun. Boko Haram unterwandert das Land wie in einem Guerillakrieg. Es gibt Stimmen, die sagen, das Vorgehen der Sicherheitskräfte untergrabe die Position des Präsidenten und dass dabei wichtig sei, dass er Christ ist. Nach meiner Beobachtung versucht er zu fördern, dass Christen und Muslime zusammenfinden.

Sie beraten die Partnerkirche von mission 21 im Norden des Landes, die Kirche der Geschwister in Nigeria, die sich für den interreligiösen Dialog einsetzt. Ist diese Arbeit gefährdet?
Wie gesagt: Unsere Leute haben Angst. Aber wenn die politischen und religiösen Führer wie in Madalla zusammenstehen, gibt mir das Hoffnung. Gleichzeitig stelle ich fest: Armut und die allgemeine Unsicherheit im Land sowie der anhaltende Terror durch Boko Haram beunruhigen viele Menschen. Und so fällen sie denn leicht Pauschalurteile: Was Boko Haram tut, ist der Islam. Sie werfen alle Muslime in einen Topf. Deshalb ist es ja so wichtig, dass Muslime und Christen, die an den Frieden glauben, öffentlich dagegen zusammenstehen und sagen: Was Boko Haram anrichtet, ist gegen alle Religionen und alle Menschen im Land. Es gibt keine Alternative, als die Anderen anzunehmen.

Yakubu Joseph, Jahrgang 1967, ist Soziologe und Friedensforscher. Er berät das interreligiöse Friedensprogramm von mission 21 in Nigeria (Projekt-Nr. 162.1007). Zur Zeit promoviert er an der Universität Tübingen. 

Interview: Anna Wegelin, Januar 2012

Lesen Sie hier das ganze Interview:

DRS Radiointerview zur aktuellen Lage in Nigeria

Interview mit dem Programmverantwortlichen für Nigeria von mission 21, Jochen Kirsch, am 14. Januar 2012 auf Radio DRS 1.

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19. January 2012

Agenda Vortrag «Eine Frau auf der Schwelle: Simone Weil 1909-1943»

Donnerstag, 22. März 2012, 19:30 bis 21:00

Die Referentin, Dr. Imelda Abbt, Theologin und Philosophin, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit...Detail


18. January 2012

Agenda Tagung: Hujambo Afrika

Samstag, 24. März 2012, 14:00 bis 17:00

Tansania und die Moravian Church: Geschichte – Entwicklung – Kultur und ReligionDetail


19. January 2012

Agenda Info- und Begegnungstag: «Frauen mit einer Mission!»

Donnerstag, 29. März 2012, 13:30 bis 17:30

Info- und Begegnungstag zum Abschluss der mission 21-Herbstkampagne «Frauen mit einer Mission!»Detail