Nigeria

In Nigeria setzt Mission 21 sich schwerpunktmässig für die Friedensförderung ein. Zudem unterstützt Mission 21 die Bevölkerung mit zahlreichen Projekten für bessere Bildung und Gesundheit. Wichtig ist auch der Bereich Landwirtschaft und Existenzsicherung.
Dass die Friedensförderung im Zentrum steht, ist der Situation im Land geschuldet: Die Terrormiliz Boko Haram hat im Nordosten Nigerias unbeschreibliches Leid verursacht. Die sozialen und wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Die Krise hat bislang weit über 40‘000 Opfer gefordert. Rund zwei Millionen Menschen in Nigeria sind gemäss Uno-Schätzungen von akuter und moderater Mangelernährung betroffen. Dazu gehören rund eine halbe Million Kleinkinder.

 

Misstrauen zwischen den Religionsgruppen

Rund 2.6 Millionen Menschen wurden vertrieben und waren – teils jahrelang – innerhalb des Landes auf der Flucht.
2015 hat das nigerianische Militär die Terrormiliz Boko Haram ein Stück weit zurückgedrängt. Zahlreiche Menschen sind wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Doch sie stehen oft vor dem Nichts. Häuser und Infrastruktur sind zerstört, die Vorräte weg. Zwischen den Religionsgruppen herrscht Misstrauen, viele Menschen sind traumatisiert.

 

Hilfe für Vertriebene

Zusammen mit der Partnerkirche EYN und weiteren Partnerorganisationen unterstützt Mission 21 Rückkehrerfamilien beim Wiederaufbau von Infrastruktur und Existenzgrundlagen. Die Trauma-Arbeit spielt eine wichtige Rolle. Die psychosoziale Begleitung traumatisierter Menschen ist ein Arbeitsbereich, der erst von wenigen Akteuren aufgenommen wurde. Dem geringen Angebot steht ein enorm hoher Bedarf an Hilfeleistungen gegenüber. Besonders betroffen vom Konflikt sind Frauen und Kinder - auf ihre Unterstützung legt Mission 21 besonderen Wert.

 

Dialog zwischen Christen und Muslimen

Die Partnerorganisationen von Mission 21 arbeiten mit Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Ethnie und Religion zusammen. In der Friedensförderung ist der interreligiöse Dialog zentral. Die Aktivitäten in der Friedensarbeit umfassen zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten für Menschen verschiedener Religionsgemeinschaften.

 

Arbeit für den Frieden

Die Konfliktregion im Nordosten Nigerias ist die Heimat der Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN), Partnerkirche von Mission 21. Über 8000 EYN-Mitglieder sind durch den Terror ums Leben gekommen. Dennoch setzen die Mitglieder ihre Arbeit für den Frieden fort. Die Partnerkirche ist in der Region verankert und akzeptiert – eine wichtige Voraussetzung, um in der komplexen Situation aktiv zu werden.

 

Bildung für Kinder und Jugendliche

Die interreligiöse NGO "Lifeline Compassionate Global Initiatives" (LCGI) ist eine weitere Partnerorganisation von Mission 21 in Nigeria. Sie fördert den Zugang zu Bildung und Berufsbildung für Kinder und Jugendliche. Durch zinslose Darlehen und handwerkliche Ausbildung unterstützt die Organisation zusätzlich vom Konflikt betroffene Familien.

 

Einsatz gegen HIV

Ein weitere Arbeitsbereich ist die Gesundheit: Nigeria hat auf dem ganzen Kontinent die grösste Anzahl Menschen, die mit HIV leben. Die Partnerkirche arbeitet darauf hin, die Anzahl Neuinfektionen zu senken und die Lebensbedingungen von Menschen mit HIV zu verbessern.