Kamerun

Neben einer bewegten Geschichte und einer vielfältigen Landschaft hat Kamerun auch eine besondere Sprachen-Geografie vorzuweisen. Das Land liegt an der Schnittstelle zwischen dem englischsprachigen Teil Westafrikas und dem französischsprachigen Zentralafrika. Dies spiegelt sich in einem reichen und von unterschiedlichen Einflüssen geprägten kulturellen Erbe wieder. Mission 21 unterstützt insbesondere die Bevölkerung im englischsprachigen Südwesten Kameruns mit Projekten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Existenzsicherung.

 

Unsicherheiten der letzten Jahre

Viele der hohen Ziele, die sich die Regierung von Kamerun im Jahr 2010 zum Wirtschaftswachstum gesteckt hatte, wurden bis heute nicht erreicht. Die Gründe dafür liegen unter anderem in Faktoren wie Missmanagement, Korruption und intransparenten Gerichtsverfahren. Anstatt dass Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden konnten, öffnete sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter. Die Bedrohung durch die Terrormiliz "Boko Haram" im Norden und die wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen der Zentralregierung und den englischsprachigen Provinzen "Southwest" und "Northwest" führen zu zusätzlichen Spannungen. In diesem Kontext setzen die von Mission 21 unterstützen Projekte an. Die Zusammenarbeit von Mission 21 und ihren Partnerorganisationen hat zum Ziel, den Menschen in Kamerun ein Leben in Würde zu ermöglichen.

 

Existenzsicherung

Ein breites Angebot an Kursen, Weiterbildungen und Workshops vermittelt Wissen zu innovativen Methoden der Tierhaltung, nachhaltigem Anbau und effektiven Produktionsformen. Mit den erworbenen Fertigkeiten und Kenntnissen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Einkommen ihrer Familien nachhaltig steigern und ihre finanzielle Abhängigkeit vermindern.

 

Bildung

Mission 21 ist überzeugt davon, dass eine fundierte Ausbildung in Theologie dabei helfen kann, soziale Spannungen unterschiedlicher Natur zu überwinden. Im Vordergrund steht dabei ökumenische Offenheit unter Miteinbezug lokaler Traditionen. Die Bildungsprojekte tragen dazu bei, innerhalb des Landes eine friedliche Diskussion über unterschiedliche Werte zu gewährleisten. Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen und Glaubensfragen auseinander und können aktiv zur Lösung von Problemen beitragen.

 

Gesundheit

Die staatlichen Gesundheitsstrukturen sind in Kamerun nur schwach ausgebaut. In den Projekten von Mission 21 und ihren Partnern steht daher die medizinische Grundversorgung in ländlichen Gebieten im Vordergrund. Dies beinhaltet beispielsweise die Aus- und Weiterbildung von kompetentem Spitalpersonal. Ein weiterer Fokus liegt auf der Betreuung von Menschen die mit dem HI-Virus leben, sowie allgemeinen Aufklärungskampagnen zum Thema HIV und Aids.

 

Partner vor Ort

Für die erfolgreiche und professionelle Erarbeitung und Umsetzung der Projekte sind verlässliche und lokal verankerte Partner von zentraler Bedeutung. Im Falle von Kamerun handelt es sich dabei um die "Presbyterianische Kirche in Kamerun" (PCC), mit der Mission 21 bereits eine langjährige Beziehung pflegt, sowie der "Protestant University of Central Africa" (PUCA) und "Aid International Christian Women of Vision" (AI-ChrisWov). Der stetige Austausch und die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen stellen sicher, dass die Projekte den Bedürfnissen der Menschen vor Ort entsprechen. Mit Lumumba Mukong verfügt Mission 21 über einen Koordinator, der die Projekte in Kamerun betreut. Er hat in England Agrarökonomie studiert und sammelte danach bei mehreren NGOs in Kamerun Arbeitserfahrung.