Nigeria, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Nigeria

Projektnummer: 162.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 Nigeria gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet. Damit wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass Ihre Spende in jene Projekte in Nigeria fliesst, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so reduziert.

Hintergrundinformationen

Die Terrormiliz Boko Haram hat im Nordosten Nigerias unbeschreibliches Leid verursacht. Die sozialen und wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Die Krise hat bislang weit über 40‘000 Opfer gefordert. Seit 2016 hat Boko Haram ihre territoriale Kontrolle im Nordosten Nigerias weitgehend verloren. Dennoch verübt sie weiterhin Terroranschläge, bewaffnete Überfälle und Entführungen. Insgesamt sind rund 17 Millionen Menschen in der Region des Tschadsees von der Krise betroffen: 8,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Noch immer gibt es rund 2,2 Millionen Vertriebene, die noch nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten. Darüber hinaus sieht sich das Land einer neuen Welle interethnischer und interreligiöser Gewalt in den zentralen Bundesstaaten gegenüber.

Betroffen von Gewalt ist vor allem die Heimat der Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN), einer Partnerkirche von Mission 21. 2015 hat Mission 21 mit der EYN ein Nothilfeprojekt lanciert, um die Lebensbedingungen der von der Krise betroffenen Menschen zu verbessern. Neben Nothilfe- und Wiederaufbaumassnahmen verfolgt Mission 21 mit ihren Projektpartnern in Nigeria eine langfristige Strategie: Projekte in den Bereichen interreligiöse Friedensarbeit, Bildung sowie Ernährungs- und Existenzsicherung sollen die Gesellschaft nachhaltig verändern. Armut, Ausgrenzung und Ungleichheit, die den Nährboden für Extremismus bilden, sollen durch die Aktivitäten von Mission 21 verringert werden.

Projektziele

  Von Konflikt und humanitären Katastrophen betroffene Menschen sind befähigt, wirksam auf Krisen zu reagieren und diese zu bewältigen

  Die Lebensbedingungen der von Konflikt und Krisen betroffenen Menschen sind verbessert und ihre Lebensgrundlagen gesichert

  Waisen und gefährdete Kinder haben Zugang zu einer Grundausbildung und werden in ihrer persönlicher Entwicklung gefördert

  Der Dialog zwischen Christen und Muslimen und gemeinsame Aktivitäten tragen zu einer friedlichen Koexistenz bei

  Von Gewalt betroffene Menschen werden psychosozial unterstützt  

  Gesellschaftliche Führungspersonen, zum Beispiel Pastoren, werden zu treibenden Kräften für Versöhnung und soziale Veränderungen

  Frauen erhalten Zugang zu Bildung, um ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle zu stärken

  Die unternehmerischen Fertigkeiten von armutsbedrohten Menschen sind gestärkt und durch eine Anschubfinanzierung abgesichert

  Die Gesellschaft ist über die Eindämmung von Infektionskrankheiten aufgeklärt und deren sozialen Folgeerscheinungen sind reduziert, zum Beispiel Diskriminierung von Menschen, die mit HIV leben

  Natürliche Ressourcen werden nachhaltig und effizient genutzt

  Die Kompetenz der Partnerorganisationen ist gestärkt und die Qualität und Resultate der von ihnen verantworteten Projekte sind verbessert

Vor Ort

Seit Oktober 2015 arbeitet Dr. Yakubu Joseph als Landeskoordinator von Mission 21 in Nigeria. Er ist promovierter Soziologe und hat als wissenschaftlicher Mitarbeiter am geographischen Institut der Universität Tübingen gearbeitet. Zu seinen Aufgaben als Landeskoordinator gehören die Begleitung und technische Unterstützung der Partnerorganisationen. Zusätzlich ist Dr. Joseph für die Qualitätssicherung vor Ort zuständig und berät Partnerorganisationen von Mission 21 in Afrika in den Bereichen Friedensförderung und Sicherheit.